"Zu oft übergangen": Hummels und Co. haben genug und gründen Bündnis!

Dortmund - Fußball-Profis aus den drei deutschen Profiligen und der Frauen-Bundesliga haben sich nach Informationen des "Kicker" zu einer neuen Interessensvertretung zusammengeschlossen.

BVB-Verteidiger Mats Hummels. Auch für seine Meinung außerhalb des Platzes in der 31-Jährige bekannt.
BVB-Verteidiger Mats Hummels. Auch für seine Meinung außerhalb des Platzes in der 31-Jährige bekannt.  © David Inderlied/dpa

Unter anderem Weltmeister Mats Hummels von Borussia Dortmund, Sven Bender von Bayer Leverkusen, Neven Subotic von Union Berlin und Alexandra Popp vom VfL Wolfsburg wollen mit dem Bündnis dafür sorgen, dass Spieler bei zukünftigen Entscheidungen von den Clubs und der DFL einbezogen werden.

"Ich finde es wichtig, dass Spieler eine Stimme bekommen - und zwar über die 1. Bundesliga hinaus", sagte Hummels dem "Kicker" (Donnerstag). 

"Wir wurden zuletzt oft übergangen, umso nötiger ist es, dass wir künftig unsere Stimme aktiv einbringen." Das Netzwerk will demnach noch in dieser Woche an die Öffentlichkeit gehen.

"Wenn es eine Taskforce Fußball gibt, muss an diesem Tisch ein Spieler sitzen"

Neben Andreas Luthe vom FC Augsburg oder Alexandra Popp vom VfL Wolfsburg ist Sven Bender von Bayer 04 Leverkusen ebenfalls in der Interessenvertretung.
Neben Andreas Luthe vom FC Augsburg oder Alexandra Popp vom VfL Wolfsburg ist Sven Bender von Bayer 04 Leverkusen ebenfalls in der Interessenvertretung.  © Uwe Anspach/dpa

Augsburgs Torwart Andreas Luthe erklärte: "Es gibt drei Player in der Bundesliga, die DFL als Dachorganisation, die Vereine und die Spieler. Die Maßnahmen werden aber nur von zwei Playern beschlossen. Wir als Spieler sind ganz, ganz hinten in der Kette und haben dafür zu sorgen, dass Fußball gespielt wird."

Auslöser für die Gründung jetzt war offensichtlich auch der Umgang mit den Spielern in der Corona-Krise. 

Sören Gonther von Erzgebirge Aue sagte: "Wenn es eine Taskforce Fußball gibt, muss an diesem Tisch ein Spieler sitzen. Und wenn man über ein Hygiene-Konzept redet, müssen Spieler dazu befragt werden. Das darf nicht über unsere Köpfe hinweg entschieden werden."

Titelfoto: David Inderlied/dpa ; Uwe Anspach/dpa

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