1. FC Nürnberg hält in Relegations-Drama gegen Ingolstadt dank Schleusener die Klasse!

Ingolstadt - Völlig irre! Der 1. FC Nürnberg hat dank eines Tores in der sechsten Minute der Nachspielzeit beim FC Ingolstadt 04 doch noch die Klasse gehalten! Zwar gewannen die Schanzer nach der 0:2-Niederlage im Relegationshinspiel mit 3:1 (0:0), doch das reichte aufgrund der Auswärtstorregel nicht für den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Ingolstadts schneller Angreifer Caniggia Elva (r.) setzt sich gegen Nürnbergs Enrico Valentini durch.
Ingolstadts schneller Angreifer Caniggia Elva (r.) setzt sich gegen Nürnbergs Enrico Valentini durch.  © Matthias Balk/dpa

Die Tore im Audi-Sportpark erzielten Stefan Kutschke zum 1:0 (50. Minute) und Tobias Schröck zum 2:0 für Ingolstadt (62.). Robin Krauße legte noch das 3:0 nach (66.). Wenige Sekunden vor dem Abpfiff erzielte Fabian Schleusener das rettende 1:3 für Nürnberg (90.+6).

Wie schon im Hinspiel hatten die Gäste die erste Chance. Doch Mikael Ishak köpfte nach Vorlage von Robin Hack knapp drüber (9.). Davon abgesehen gewannen die Hausherren zwar mehr Zweikämpfe, überließen dem FCN aber den Ball und schafften es nicht, Druck auszuüben. 

Denn bei den eigenen Angriffsaktionen agierten sie ohne Risiko und spielten nur hohe Bälle auf Kutschke, weshalb sie gegen die sicher stehende FCN-Deckung trotz der ersehnten Rückkehr ihres Kapitäns nur ganz selten mal eine Lücke fanden.

Erst in der 21. Minute gab Krauße den ersten Torschuss der Gastgeber ab, der aber über den Kasten sauste. Der zentrale Mittelfeldspieler vergab sieben Minuten später dann auch die größte Chance Ingolstadts in der ersten Halbzeit, als er einen Freistoß aus 20 Metern haarscharf am rechten Eck vorbeizirkelte.

Davon abgesehen waren die ersten 45 Minuten umkämpft - vor allem aber sehr ereignisarm! Deshalb blieb es beim Gang in die Kabinen folgerichtig beim torlosen Remis. Ingolstadt hatte überhaupt nicht ins Spiel gefunden, weil der "Club" keine nennenswerten Fehler machte. Dieses auf Sicherheit ausgelegte Agieren hatte allerdings eine äußerst unattraktive Begegnung zur Folge.

Erste Elf des FC Ingolstadt 04 gegen den 1. FC Nürnberg

Aufstellung des 1. FC Nürnberg gegen den FC Ingolstadt 04

Stefan Kutschke, Tobias Schröck und Robin Krauße treffen, aber Fabian Schleusener rettet Nürnberg!

Stefan Kutschke löste die mentale Blockade des FC Ingolstadt 04 mit seinem wichtigen Führungstreffer zum 1:0.
Stefan Kutschke löste die mentale Blockade des FC Ingolstadt 04 mit seinem wichtigen Führungstreffer zum 1:0.  © Matthias Balk/dpa

Das sollte sich im zweiten Durchgang aber ändern. Nach einer kurzen Druckphase der Gäste schlug der FCI aus dem völligen Nichts zu! 

Gäste-Keeper Christian Mathenia klatschte einen Freistoß von Marcel Gaus aus dem Halbfeld in die Mitte ab und krachte mit Mühl zusammen. Das Durcheinander nutzte Kutschke aus und stocherte den zu ihm springenden Ball über die Linie - 1:0 für die Gastgeber (50.)!

Von diesem Schock erholte sich der FCN erst einmal nicht. Bei einem harmlosen Chip-Freistoß von Gaus aus dem rechten Halbfeld durfte Schröck einlaufen und die Kugel, die lange in der Luft war, aus Nahdistanz völlig unbedrängt platziert in die linke Ecke einköpfen - 2:0 und dabei machte der FCI nicht mal wirklich Druck (62.)!

Aus Nürnberger Sicht kam es noch schlimmer, denn bei Standards brachen nun alle Dämme: Nach einem weiteren Freistoß aus dem Halbfeld stand Krauße blank und köpfte ebenfalls ein - 3:0 (66.)!  

Es war unfassbar, was sich hier in diesen 16 Minuten abspielte! Und es dauerte noch einige Zeit, bis sich Nürnberg geschüttelt hatte. In der Schlussphase machte der "Club" auf und hatte einige Chancen. Erst scheiterte Nikola Dovedan an FCI-Verteidiger Nico Antonitsch, der seinen Kopfball auf der Linie klärte, den Nachschuss setzte Hinspielheld Fabian Nürnberger knapp vorbei (80.). 

Auch Michael Frey setzte seinen Schuss daneben (86.). Doch in der 6. Minute der Nachspielzeit kam der eingewechselte Schleusener ans Leder und spitzelte es an FCI-Torwart Marco Knaller zum 1:3 vorbei in die Maschen. Nachdem das Tor überprüft und gegeben wurde, war Sekunden später Schluss und Nürnberg hatte doch noch in letzter Sekunde die Klasse gehalten!

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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