Anführer von Drogenring? Ex-Zweitliga-Profi droht lange Haftstrafe

Malaga/Regensburg - Marihuana-Handel in großem Stil wird einem ehemaligen Profi-Fußballer vorgeworfen. Sergio Contreras Pardo, Rufname "Koke" (38), einst beim SSV Jahn Regensburg in der 2. Fußball-Bundesliga unter Vertrag, droht eine lange Haftstrafe, berichtet die Mittelbayerische unter Bezug auf spanische Medien.

Koke (rechts) jubelt nach einem Treffer gegen Dynamo Dresden. Jahn Regensburg stieg dennoch ab. Auch das Auswärtsspiel bei der SGD ging verloren. (Archivbild)
Koke (rechts) jubelt nach einem Treffer gegen Dynamo Dresden. Jahn Regensburg stieg dennoch ab. Auch das Auswärtsspiel bei der SGD ging verloren. (Archivbild)  © imago images / Lutz Hentschel

Nach dem Karriereende soll der spanische Angreifer in krumme Geschäfte verstrickt gewesen sein. Er gilt als Kopf einer Drogen-Bande, soll die Operationen geleitet haben. Auch die Freundin und einer der Brüder des einstigen Stürmers wurden bei Durchsuchungen festgenommen.

Die Staatsanwaltschaft in Malaga soll nun offenbar bis zu 16 Jahre Haft und eine Geldstrafe von 15 Millionen Euro für Koke fordern.

Allerdings wird der Prozess um den ehemaligen Regensburger womöglich erst 2022 starten. Bis dahin befindet sich der 38-Jährige auf freiem Fuß, saß bereits mehr als 1,5 Jahre in U-Haft, wurde nach Zahlung einer Kaution jedoch freigelassen.

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Aris Thessaloniki, Olympique Marseille, FC Malaga: Koke stand bei international durchaus namhaften Vereinen unter Vertrag. Sein fußballerisches Deutschland-Gastspiel ist dagegen schnell erzählt.

In sportlich schwieriger Lage wechselte der Stürmer im Winter 2013 zum abgeschlagenen Tabellenschlusslicht SSV Jahn Regensburg und wurde mit vielen Vorschusslorbeeren angekündigt.

Dem Ruf, ein Torjäger zu sein, konnte er nur bedingt gerecht werden.

Profi-Fußballer Koke soll Vorliebe für Fast-Food-Restaurants gehabt haben

Dass er in neun Spielen immerhin drei Tore beisteuerte, reichte nicht zum Klassenerhalt, auch weil der Klub die letzten fünf Saisonspiele verlor. Darunter auch das Auswärtsspiel in Dresden, wo Koke den Führungstreffer erzielte und deutlich sichtbar durch ein paar Extra-Kilos auf den Rippen auffiel.

Kein Wunder! Laut Mittelbayerische soll der Ex-Fußballer eine Vorliebe für den Besuch von Fast-Food-Ketten gehabt haben.

Titelfoto: imago images / Lutz Hentschel

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