Dramatische Lage: 13 von 36 Fußball-Klubs droht die Insolvenz!

Deutschland - So viele! 13 von 36 Klubs aus der 1. und 2. Bundesliga droht noch in dieser Saison die Insolvenz! Das wurde auf der Video-Mitgliederkonferenz der DFL am vergangenen Dienstag mitgeteilt, wie der "Kicker" berichtet.

Vielen Vereinen droht schon in wenigen Wochen der finanzielle Kollaps!
Vielen Vereinen droht schon in wenigen Wochen der finanzielle Kollaps!  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

In dessen Artikel steht: "13 der 36 Profivereine droht wegen der Corona-Pandemie die Insolvenz noch in dieser Saison - zwölf haben bereits die nächste Fernsehrate abgetreten, um aktuell ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können."

Diese Zahlen und die wirtschaftliche Situation vieler Vereine ist damit deutlicher dramatischer als bisher gedacht.

Die Deutsche Fußball Liga hatte eine Bestandsaufnahme gemacht, für die alle 36 Klubs ihre Daten hinterlegt haben.

Besonders prekär ist die Lage demnach in der 2. Liga. Dort droht gleich sieben Vereinen noch Ende Mai die Insolvenz, wenn der Spielbetrieb bis dahin nicht wieder aufgenommen werden konnte und die vierte Rate aus dem TV-Vertrag nicht an die DFL gezahlt wird, die diese dann an die Klubs ausschütten würde.

Diese wäre normalerweise Anfang Mai fällig. 

Auch mehrere Bundesligisten von der Insolvenz bedroht

Gleich 13 von 36 Vereinen der 1. und 2. Liga droht die Insolvenz!
Gleich 13 von 36 Vereinen der 1. und 2. Liga droht die Insolvenz!  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Bleiben die Zahlungen der Sender auch noch im Juni aus, müssten dann zwei weitere Vereine aus Liga zwei Insolvenz anmelden. 

In der 1. Liga gibt es einen Verein, der nur noch bis Mai zahlungsfähig ist und drei weitere, die im Juni Konkurs anmelden müssten.

Schon jetzt haben übrigens zwölf Klubs ihre Gelder aus der vierten Rate an Kreditinstitute und andere Partner abgegeben, um die laufenden Rechnungen bezahlen zu können.

Kann der Spielbetrieb also nicht bis Anfang Mai wieder aufgenommen werden, hilft auch keine Kurzarbeit und kein Gehaltsverzicht der Profis mehr. 

Natürlich stellt sich bei solch dramatischen Zahlen auch die Frage, wie in diesen Vereinen gewirtschaftet wurde. 

Bei den Millionensummen, die im Spiel sind, sollten solide und umsichtig agierende Verantwortliche eigentlich immer etwas für schlechte Zeiten zurücklegen.

Doch natürlich war mit der Corona-Krise noch vor wenigen Wochen überhaupt nicht zu rechnen. Vor allem nicht in diesem Ausmaß...

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema 2. Bundesliga:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0