Eintracht Braunschweig und Aufstiegscoach Antwerpen gehen getrennte Wege!

Braunschweig - Sein Vertrag wurde trotz Aufstieg nicht verlängert! Eintracht Braunschweig und Trainer Marco Antwerpen (48) gehen nach der Saison überraschend getrennte Wege.

Marco Antwerpen (48) stieg mit Eintracht Braunschweig in die 2. Bundesliga auf, darf seine Arbeit bei den "Löwen" aber nicht fortsetzen.
Marco Antwerpen (48) stieg mit Eintracht Braunschweig in die 2. Bundesliga auf, darf seine Arbeit bei den "Löwen" aber nicht fortsetzen.  © Picture Point / Gabor Krieg

Das gaben die "Löwen" auf ihrer Website bekannt. Dort erklärte Sebastian Ebel: "Wir sind Marco Antwerpen für seine geleistete Arbeit der vergangenen Monate extrem dankbar. Er hat einen hohen Anteil an der Rückkehr in die 2. Bundesliga. Besonders während der Saisonunterbrechung und in den fünf Wochen nach dem Re-Start hat er sehr gute Arbeit geleistet."

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates fügte hinzu: "Die vergangenen Wochen waren aufgrund der besonderen Umstände extrem intensiv, mit zwei Mannschaften an den Start zu gehen, war ein sehr guter Plan des Trainer-Teams. In unserer Betrachtung müssen wir aber auch den gesamten Saisonverlauf bewerten. Daher sind wir am Ende zu diesem Entschluss gekommen."

Ebel verdeutlichte: "Die Entscheidung, seinen Vertrag bei uns nicht zu verlängern, ist uns nicht leicht gefallen und wurde in einer mehrstündigen Sitzung am gestrigen Abend intensiv diskutiert. Wir wünschen Marco für die Zukunft und seine weitere Karriere alles Gute."

Auch sein Assistenzcoach muss gehen: "Ein weiterer Dank richtet sich an Co-Trainer Kurtulus Öztürk, der in den vergangenen Wochen ein wichtiger Baustein für den Erfolg war", so Ebel. Dass Antwerpen nicht weitermachen darf kommt aus neutraler Sicht unerwartet. Schließlich stand Braunschweig nach dem 37. Spieltag als erster Zweitliga-Aufsteiger fest.

Offizielle Mitteilung von Eintracht Braunschweig zur Personalie Marco Antwerpen

Eintracht Braunschweig stand unter Coach Marco Antwerpen als erster Zweitliga-Aufsteiger fest

Marco Antwerpens Vertrag bei Eintracht Braunschweig wurde nicht verlängert.
Marco Antwerpens Vertrag bei Eintracht Braunschweig wurde nicht verlängert.  © Picture Point / Gabor Krieg

Der Jubel bei den "Löwen" war groß, denn das wichtigste Saisonziel war vorzeitig erreicht worden - trotz Schwächephasen, die in dieser ausgeglichenen Spielklasse allerdings mit einkalkuliert werden sollten.

Gerade die Auftritte nach der Corona-Pause waren bis auf wenige Ausnahmen gut und überzeugend. Seit Antwerpens Amtsantritt am 18. November 2019 holte er mit der Eintracht 39 Punkte aus 23 Spielen. Er feierte elf Siege, dazu kamen sechs Unentschieden, aber auch sechs Niederlagen.

Das Torverhältnis von 40:34 ist ein Indiz dafür, dass die stark besetzte Truppe die Balance zwischen Defensive und Offensive nicht in jeder Partie fand.

Offenbar haben sich die Verantwortlichen trotz des Erfolges mehr von dieser Drittliga-Saison erhofft. Vielleicht gab es auch interne Ungereimtheiten? 

Was auch immer letztlich den Ausschlag für das Aus von Antwerpen gegeben hat: Sportdirektor Peter Vollmann und die Entscheidungsträger werden sich zukünftig daran messen lassen müssen. 

Denn ob ein (weiterer) neuer Coach bessere Arbeit abliefern kann, bleibt abzuwarten. Konstanz sieht auf dieser wichtigen Position seit dem Abgang von Braunschweig-Legende Torsten Lieberknecht am 14. Mai 2018 auf jeden Fall anders aus. Schon vier Trainer hat die Eintracht in diesen etwas mehr als zwei Jahren verschlissen. 

Titelfoto: Picture Point / Gabor Krieg

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