Erstes Zweitliga-Wochenende der neuen Saison voller Überraschungen!

Deutschland - Am 1. Spieltag der Zweitliga-Saison 2022/23 wurde einiges geboten! Besonders beeindruckte der SC Paderborn 07, der dem Karlsruher SC innerhalb von 20 Minuten fünf Tore einschenkte, ihn am Ende mit 5:0 (0:0) abfertigte und dabei an die besten Zeiten unter Ex-Coach Steffen Baumgart (50) erinnerte.

Jubel beim SC Paderborn 07 (l.), Entsetzen beim Karlsruher SC: Der SCP nahm den KSC am Sonntag innerhalb von 20 Minuten komplett auseinander, spielte sich in einen Rausch und ist nach dem 5:0-Kantersieg erster Tabellenführer der neuen Saison.
Jubel beim SC Paderborn 07 (l.), Entsetzen beim Karlsruher SC: Der SCP nahm den KSC am Sonntag innerhalb von 20 Minuten komplett auseinander, spielte sich in einen Rausch und ist nach dem 5:0-Kantersieg erster Tabellenführer der neuen Saison.  © dpa/Friso Gentsch

Wenn der SCP diese Leistung konservieren und regelmäßig abrufen kann, ist die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok (41) mit ihrer Offensivpower ein Aufstiegskandidat. Doch noch ist die Spielzeit sehr jung, weshalb man abwarten muss.

Dass allerdings viel Potenzial in der Truppe steckt, wurde am Sonntag mehr als deutlich. Sorgen muss man sich nun um den Gegner machen. Denn die Karlsruher waren teilweise völlig von der Rolle und wurden auf bedenkliche Art und Weise hergespielt. Damit konnte man vorab wahrlich nicht rechnen.

Schließlich wirkt der KSC-Kader (bis auf den Mittelsturm) gut zusammengestellt. Davon war gegen den SCP allerdings nicht viel zu sehen, weshalb die Badener nun im Heimspiel am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) gegen den 1. FC Magdeburg ein anderes Gesicht zeigen müssen.

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2. Bundesliga Transfer-Sensation bahnt sich an: Schnappt sich Klopp diesen Zweitliga-Keeper?

Die Elbestädter agierten im Top-Spiel am Samstagabend gegen Fortuna Düsseldorf ihrerseits engagiert, doch das Fehlen der beiden Sturmkanten Luca Schuler (23) und Kai Brünker (28) machte sich bemerkbar, weshalb der FCM gegen abgebrühte Gäste mit 1:2 verlor.

Die schalteten dabei auch Drittliga-Topscorer Baris Atik (27) und seine schnellen sowie quirligen Nebenleute aus. Das zeigt der Mannschaft von Trainer Christian Titz (50): In der 2. Bundesliga weht ein schärferer Wind.

Fortuna Düsseldorf feierte beim 1. FC Magdeburg einen 2:1-Auswärtssieg und zeigte sich vor dem gegnerischen Tor effektiv.
Fortuna Düsseldorf feierte beim 1. FC Magdeburg einen 2:1-Auswärtssieg und zeigte sich vor dem gegnerischen Tor effektiv.  © dpa/Hendrik Schmidt

Sandhausen, Kaiserslautern und Jahn Regensburg überraschen Bielefeld, Hannover und Darmstadt

Trauer bei Arminia Bielefeld (l.), Freude beim SV Sandhausen um Doppelpacker David Kinsombi (26, r.): Der Abstiegskandidat hat den Aufstiegskandidaten knapp besiegt.
Trauer bei Arminia Bielefeld (l.), Freude beim SV Sandhausen um Doppelpacker David Kinsombi (26, r.): Der Abstiegskandidat hat den Aufstiegskandidaten knapp besiegt.  © dpa/Uli Deck

Das musste auch Arminia Bielefeld feststellen. Der Bundesliga-Absteiger kassierte beim SV Sandhausen eine bittere 1:2-Niederlage, weil David Kinsombi (26) gemeinsam mit seinem Bruder Christian (22) wirbelte und den DSC mit einem Doppelpack bezwang.

Der etablierte Zweitligist vom Hardtwald scheint sich dieses Mal von Beginn an auf den Abstiegskampf eingestellt zu haben. Zumindest waren all die Tugenden, die man braucht, um dort zu bestehen, gegen Bielefeld zu sehen.

Das gilt auch für den 1. FC Kaiserslautern. Dem Aufsteiger aus der 3. Liga gelang es, das aufgerüstete Hannover 96 durch ein Last-Minute-Tor mit 2:1 zu besiegen und den Betzenberg zum Beben zu bringen.

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Obwohl den Roten Teufeln am Ende die Kraft ausging, setzten sie den Lucky Punch - viel besser hätte der Start in die neue Saison gar nicht laufen können!

Selbiges lässt sich über den SSV Jahn Regensburg sagen, für viele einer DER Abstiegskandidaten schlechthin. Allen Unkenrufen zum Trotz zeigte die Mannschaft von Trainer Mersad Selimbegovic (40) gegen den SV Darmstadt 98 eine sehr gute Vorstellung, rang die Lilien verdient mit 2:0 nieder und hat ein erstes Ausrufezeichen gegen eine deutlich stärker eingeschätzte Truppe gesetzt.

Jubel-Explosion: Der 1. FC Kaiserslautern hat sich mit einem 2:1-Sieg in der 2. Bundesliga zurückgemeldet.
Jubel-Explosion: Der 1. FC Kaiserslautern hat sich mit einem 2:1-Sieg in der 2. Bundesliga zurückgemeldet.  © dpa/Uwe Anspach
Überraschung: Der SSV Jahn Regensburg durfte vor eigener Kulisse einen 2:0-Heimerfolg gegen den SV Darmstadt 98 feiern.
Überraschung: Der SSV Jahn Regensburg durfte vor eigener Kulisse einen 2:0-Heimerfolg gegen den SV Darmstadt 98 feiern.  © dpa/Armin Weigel

Hansa Rostock und Eintracht Braunschweig gegen 1. FC Heidenheim und HSV im Pech

Der FC Hansa Rostock musste sich dem 1. FC Heidenheim knapp mit 0:1 geschlagen geben.
Der FC Hansa Rostock musste sich dem 1. FC Heidenheim knapp mit 0:1 geschlagen geben.  © dpa/Sebastian Heger

Das ist dem FC Hansa Rostock nicht gelungen. Die Kogge unterlag dem ambitionierten 1. FC Heidenheim im Ostseestadion trotz einer durchaus ansprechenden Leistung knapp mit 0:1 und muss nun am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) zum Nordderby beim Hamburger SV antreten.

Die Rothosen taten sich bei Eintracht Braunschweig sehr schwer und hatten noch mehr Glück, kamen aber letztlich dank ihrer individuellen Klasse mit einem blauen Auge davon und zogen den Löwen beim 2:0-Erfolg die Zähne.

Gegen Rostock muss sich der HSV allerdings steigern, so viel Dusel wird er in absehbarer Zeit vermutlich nicht noch mal haben.

Den brauchte der Stadtrivale erst in der Nachspielzeit der Begegnung. Der FC St. Pauli führte zur Pause mit 3:0 gegen einen schwach auftretenden 1. FC Nürnberg, ehe sich die Franken strafften und noch auf 2:3 herankamen. Dabei blieb es jedoch. Immerhin kann der "Club" auf der verbesserten zweiten Hälfte aufbauen.

Zu guter Letzt gab es auch noch ein Unentschieden zwischen dem neu formierten Bundesliga-Absteiger SpVgg Greuther Fürth und dem etablierten Zweitligisten Holstein Kiel. 2:2 hieß es. Ein Ergebnis, auf dem beide aufbauen können.

Erleichterter Jubel: Der Hamburger SV siegte dank Doppelpacker Robert Glatzel (28, 2.v.l.) mit viel Dusel in Braunschweig, weil die Eintracht zwar stark auftrat, aber reihenweise Chancen ausließ.
Erleichterter Jubel: Der Hamburger SV siegte dank Doppelpacker Robert Glatzel (28, 2.v.l.) mit viel Dusel in Braunschweig, weil die Eintracht zwar stark auftrat, aber reihenweise Chancen ausließ.  © dpa/Swen Pförtner
Auch Pyrotechnik wurde in einigen Stadien abgebrannt. So wie hier am Millerntor, wo sich der FC St. Pauli um Keeper Dennis Smarsch (23, r.) über einen 3:2-Heimerfolg gegen den 1. FC Nürnberg freuen durfte.
Auch Pyrotechnik wurde in einigen Stadien abgebrannt. So wie hier am Millerntor, wo sich der FC St. Pauli um Keeper Dennis Smarsch (23, r.) über einen 3:2-Heimerfolg gegen den 1. FC Nürnberg freuen durfte.  © dpa/Michael Schwartz

Titelfoto: dpa/Michael Schwartz

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