Dynamo und Aue starten Aktionen und holen ihre Fans dabei mit ins Boot

Aue/Dresden - Ideen sind in Zeiten von Corona gefragt. Wie die finanziellen Verluste auffangen, die bisher entstanden sind? Die Virus-Krise hat auch bei Dynamo Dresden und dem FC Erzgebirge Löcher in die Kassen gerissen. Jetzt haben beide Zweitligisten Aktionen ins Leben gerufen, bei denen sie die treue Anhängerschaft mit ins Boot holen.

Schon legendär: Am 30. April 2016 schwebte beim Sachsenderby gegen Aue das lila Schwein durchs Harbig-Stadion. Jetzt können Fans mit dem Borstenvieh virtuell Gassi gehen.
Schon legendär: Am 30. April 2016 schwebte beim Sachsenderby gegen Aue das lila Schwein durchs Harbig-Stadion. Jetzt können Fans mit dem Borstenvieh virtuell Gassi gehen.  © picture point/Sven Sonntag

Virtuelle Tickets für die noch ausstehenden Heimspiele bieten beide Vereine an. Wenn die Saison im Mai weitergehen sollte, dann ohne Fans.

Auch das stadionmäßige Grundnahrungsmittel Bier steht virtuell zum Kauf. In Aue kann der deutschlandweit bekannte Nudeltopf geordert werden. Bei Dynamo sind Mettbrötchen, Bockwurst, Fischsemmeln oder Schnitzel erhältlich.

Der absolute Hammer ist aber das virtuelle Gassigehen mit dem lila Schwein. Das schwebte am 30. April 2016 in Dresden durchs Stadion. Das Drittligaspiel endete damals 1:1. Die 3,50 Euro werden sicher viele SGD-Anhänger haben. Ein Gaudi.

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Daneben gibt es noch Party-Pakete wie den fiktiven Lehrgang "erfolgreiches Wetten mit Hoyzer" oder - natürlich für Dresden - ein virtuelles "Dich zu lieben" mit Roland Kaiser. Dynamo hat seine Aktion an seinen 67. Geburtstag am Sonntag geknüpft und setzt dabei auch auf die Tickets: "Wir wollen gemeinsam mit euch die zehnfache Teilnehmerzahl des ,Nordhausen-Heimspiels 2001' (Negativrekord: Nur 920 Menschen im ,RHS') knacken. Das entspräche 9200 verkauften Karten für unsere virtuelle Geburtstagsfeier", schreibt die SGD in einer Pressemitteilung.

"Mit der Hälfte aller im Rahmen der virtuellen Geburtstagsfeier entstehenden Einnahmen werden in den kommenden Jahren regelmäßig Menschen aus systemrelevanten Berufsgruppen kostenlos zu Heimspielen der SGD eingeladen", heißt es weiter. Die Schwarz-Gelben wollen somit den Einsatz derjenigen würdigen, die derzeit das Land am Laufen halten.

Erzgebirge Aue arbeitet mit "Erzbrigade" zusammen

Schmecken lassen! Zumindest virtuell. Den Auer Nudeltopf kann man online (und fiktiv) erwerben (F.l.). Auf die FCE-Trikots für die kommende Spielzeit 2020/21 gibt's für Unterstützer 15 Prozent Rabatt.
Schmecken lassen! Zumindest virtuell. Den Auer Nudeltopf kann man online (und fiktiv) erwerben (F.l.). Auf die FCE-Trikots für die kommende Spielzeit 2020/21 gibt's für Unterstützer 15 Prozent Rabatt.  © FCE/Ronny Graßer

Der FC Erzgebirge arbeitet mit der aktiven Fanszene "Erzbrigade" zusammen. Besonders pfiffig: Wer unterstützen will, kann dies als Knappe (19,46 Euro - angelehnt ans Gründungsjahr 1946), Hauer (46 Euro), Steiger (70 Euro) oder Obersteiger (270 Euro) tun.

Jedes Paket beinhaltet eine Urkunde, die von FCE-Präsident Helge Leonhardt signiert ist. "In Zeiten der Krise setzen wir gemeinsam ein Zeichen der Solidarität und des Zusammenhalts", erklärt der Klubpatriarch: "Die Idee kam von unserem Geschäftsführer Michael Voigt und den aktiven Fans. Jeder, der uns unterstützt, soll auch etwas Besonderes dafür zurückbekommen", so Leonhardt.

Ebenfalls im Paket enthalten ist unter anderem ein 15-prozentiger Rabatt auf die Trikots für die kommende Spielzeit 2020/21. In der höchsten Kategorie "Obersteiger" ist es sogar inbegriffen. 

Titelfoto: Picture Point/Sven Sonntag, FCE/Ronny Graßer

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