Droht den Lilien aufgrund der Corona-Krise bald Kurzarbeit?

Darmstadt - Der SV Darmstadt 98 kann in der Corona-Krise auf gewisse Rücklagen bauen, ist aber "definitiv hart betroffen".

SV-Darmstadt-98-Trainer Dimitrios Grammozis.
SV-Darmstadt-98-Trainer Dimitrios Grammozis.  © dpa/Thomas Frey

Dies sagte Rüdiger Fritsch, der Präsident des Fußball-Zweitligisten, in einem Interview mit der Hessenschau. "Wir warten auf vier Millionen Euro Medienerlöse. Bei einem Gesamtetat von knapp 30 Millionen Euro sind das mehr als zehn Prozent, die fehlen". 

Dazu kämen unter Umständen Rückforderungsansprüche der Sponsoren plus Dauerkarteneinnahmen, die vielleicht zurückzuzahlen seien. Dies sei eine weitere siebenstellige Summe.

Der Spielbetrieb in der 1. und 2. Bundesliga ruht mindestens bis zum 30. April. Eine entsprechende Empfehlung des Präsidiums der Deutschen Fußball Liga (DFL), in der auch Fritsch sitzt, werden die 36 Profivereine auf der Mitgliederversammlung am Dienstag mit höchster Wahrscheinlichkeit beschließen.

Auch den Lilien fehlen noch neun Spiele in dieser Saison. "Es kommt auf die Substanz an. Es ist ja noch nicht so lange her, dass wir mit Darmstadt zwei Jahre in der Bundesliga sein durften", sagte Fritsch zur finanziellen Lage. 

"Und da die Fernsehgelder ja unter anderem auf einer Fünjahreswertung beruhen und bei uns noch zwei Bundesligajahre einfließen, haben wir im TV-Ranking einen guten Platz inne."

SV Darmstadt hofft auch auf Gehaltsverzicht seiner Profis

Noch gebe es im Verein keine Kurzarbeit, man hoffe, das noch lange herauszögern zu können. "Wir haben alles nach unten gefahren, was nach unten zu fahren ist. Kurzarbeit geht rein theoretisch auch für Spieler, aber das werden wir in Darmstadt eher nicht tun", sagte Fritsch. 

Man hoffe auf den klaren Solidaritätsgedanken und Gehaltsverzicht der Profis: "Die Signale der Spieler sind sehr positiv." (TAG24 berichtete)

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Titelfoto: dpa/Thomas Frey

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