Höhenflug gestoppt: Fahrige Lilien bescheren Hansa den ersten Heimsieg

Rostock - Der Triumphzug des SV Darmstadt 98 in der 2. Bundesliga ist vorerst vorüber! Nach drei Partien ohne Niederlage und sieben Zählern in Serie unterlagen die Südhessen am Sonntagnachmittag beim FC Hansa Rostock mit 1:2 (0:1).

Hansa Rostocks Thomas Meißner (l.) setzt sich im Luftkampf gegen Luca Pfeiffer vom SV Darmstadt 98 durch.
Hansa Rostocks Thomas Meißner (l.) setzt sich im Luftkampf gegen Luca Pfeiffer vom SV Darmstadt 98 durch.  © Danny Gohlke/dpa

Für die Treffer im mit rund 15.000 vollauf begeisterten Zuschauern besetzten Ostseestadion sorgten John Verhoek (19., 1:0), Tobias Kempe (66./FE, 1:1) und Lukas Fröde (86., 2:1).

Im Gegensatz zur 0:3-Niederlage beim SV Werder Bremen schickte Hansa-Coach Jens Härtel mit Jonathan Meier, Calogero Rizzuto, Lukas Fröde, Hanno Behrens und Nik Omladic gleich fünf Neue aufs Feld. Ihren Startelf-Platz mussten hingegen Lukas Scherff, Julian Riedel, Nico Neidhart, Svante Ingelsson und Kevin Schumacher räumen.

Ganz anders handhabte es SVD-Trainer Torsten Lieberknecht, der auf dieselbe Elf vertraute, die Hannover 96 vor der Länderspielpause mit 4:0 bezwang.

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Und nur um ein Haar verpassten die Gäste den Traumstart: Zunächst blieb Luca Pfeiffer im Eins-gegen-Eins mit Hansa-Keeper Markus Kolke nur zweiter Sieger (4.), die direkt darauf folgende Ecke zog dann einen gefährlichen Kopfball von Lasse Sobiech nach sich, den Fröde gerade noch von der Linie kratzen konnte (5.).

Auf der Gegenseite nutzten die Hanseaten in Person von Omladic und John Verhoek einen schweren Bock von Darmstadts Abwehrrecken Patric Pfeiffer im eigenen Fünfmeterraum nicht konsequent aus (10.). Wenig später lief es dann besser für die Härtel-Truppe: Nach einem Omladic-Freistoß schraubte sich Verhoek ungestört in die Luft und versenkte das Leder unhaltbar im Darmstädter Netz - 1:0 (19.).

Zwar blieben die Lilien nach dem Gegentreffer weiter engagiert, bis zum Pausenpfiff von Schiedsrichter Robert Kampka kamen aber keine wirklich zwingenden Aktionen in Richtung des gegnerischen Tores zustande.

Die Startaufstellung des FC Hansa Rostock gegen den SV Darmstadt 98

Mit dieser Formation ging der SV Darmstadt 98 in das Spiel beim FC Hansa Rostock

John Verhoek nutzt Darmstädter Abwehrfehler eiskalt aus, Fröde sichert ersten Hansa-Heimsieg

Lilien-Kicker Matthias Bader (l.) und Rostocks Streli Mamba kämpfen um den Ball.
Lilien-Kicker Matthias Bader (l.) und Rostocks Streli Mamba kämpfen um den Ball.  © Danny Gohlke/dpa

Stattdessen vergab Streli Mamba die Riesenchance zum 2:0 mehr oder minder kläglich (36.), ehe endgültig der Pausentee geschlürft werden durfte.

Auch der zweite Durchgang begann für die Hessen mit einem Paukenschlag: Nach einem unglücklichen Klärungsversuch von Rostocks Damian Roßbach durfte Benjamin Goller allein aufs gegnerische Tor marschieren. Zwar hob er das Spielgerät an Kolke aber eben auch am Kasten vorbei (49.) - das hätte der Ausgleich sein müssen!

Nach einem Dreifach-Wechsel fiel dieser dann aber schließlich doch: Zunächst wurde der eingewechselte Tobias Kempe von Roßbach im Sechzehner von den Beinen geholt, den fälligen Strafstoß verwandelte der Routinier dann höchstselbst äußerst souverän zum Ausgleich (66) - wie aus dem Nichts war hier wieder alles drin.

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Dennoch wirkte es so, als ob die Norddeutschen den ersten Heimsieg der noch jungen Spielzeit etwas mehr wollten, während die Gäste einen Punkt scheinbar gerne mitgenommen hätten. Doch daraus wurde nichts: Nach einem Eckball von Omladic war Debütant Fröde am stärksten in der Luft und nickte zur erneuten Führung ein (86.).

Damit besiegelte er gleichzeitig das Ende des kleinen Darmstädter Höhenflugs und bescherte seinem Team den ersten Zweitliga-Heimsieg der noch jungen Saison.

Der 7. Zweitliga-Spieltag hält für die Lilien am Sonntag (19. September, 13.30 Uhr) ein wahres Kracherspiel parat. Denn dann ist die stark aufspielende Dynamo aus Dresden zu Gast. Bereits am Freitag (17. September, 18.30 Uhr) ist Rostock beim 1. FC Nürnberg gefordert.

Titelfoto: Danny Gohlke/dpa

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