"Haben ja jetzt den Richtigen": Magath verhöhnt Antwerpen

Würzburg - Quälix teilt weiter aus! Der Fußball-Boss des Hauptsponsors der Würzburger Kickers, Felix Magath (67), legt nach. Nach der Trennung von Trainer Marco Antwerpen (TAG24 berichtete) ließ es sich der dreifache Meistertrainer der Bundesliga nicht nehmen und verteilte Seitenhiebe gegen den Ex-Trainer. Und er ist scheinbar noch nicht fertig ...

Felix Magath (67) ist bekannt für eine klare Kante. Ex-Trainer Marco Antwerpen bekommt dies nun bitterböse zu spüren.
Felix Magath (67) ist bekannt für eine klare Kante. Ex-Trainer Marco Antwerpen bekommt dies nun bitterböse zu spüren.  © Daniel Karmann/dpa

"Wenn ich viermal verloren und einmal Unentschieden gespielt hätte, hätte ich zu meinem Chef gesagt: Ich gehe lieber." 

Rumms, Magath legt nach!

Nachdem der gebürtige Aschaffenburger Ex-Trainer Antwerpen noch am Freitag eine Art Jobgarantie gab, indem er verlauten ließ, der 49-Jährige dürfe in Ruhe weiterarbeiten, flog er am Montag darauf dann doch raus - nach gerade einmal fünf Spielen.

Magath selbst, in der Folge auf seine mehr oder weniger ausformulierte Jobgarantie angesprochen, antwortete: "Der Trainer kann doch in Ruhe weiter arbeiten - halt woanders. Wo ist das Problem?"

Auch wenn es mit Sicherheit vielen Außenstehenden einen Schmunzler abverlangt haben dürfte, ist diese Aussage Antwerpen und seinem Trainerteam gegenüber eine Verhöhnung.

Nun legte der Europameister von 1980 noch einmal nach. In der Bild-Zeitung sprach er über die zweite Trainerentlassung in Würzburg innerhalb der noch so jungen Saison. 

Nach sieben Spielen hat man bereits den dritten Übungsleiter an der Seitenlinie stehen.

Man müsse wissen, so Magath, "Michael Schiele war vorher drei Jahre hier. Das ist außergewöhnlich lange. Die zweite Trainerwahl – ja, die ging in die Hose. Kleine Clubs wie Würzburg, die in der Corona-Krise noch einen unerwarteten Aufstieg managen müssen, haben es besonders schwer."

Würzburger Kickers: Felix Magath rechtfertigt und holt nochmal aus

Nach 41 Tagen bei den Würzburger Kickers war für Marco Antwerpen (49) schon wieder Schluss.
Nach 41 Tagen bei den Würzburger Kickers war für Marco Antwerpen (49) schon wieder Schluss.  © Daniel Karmann/dpa

Der Global Sports Director der Würzburger versucht, das Missverständnis Antwerpen zu erklären. Auf die Frage, wieso er sich beim Tabellenschlusslicht der 2. Bundesliga nicht selbst auf die Trainerbank gesetzt habe, verwies er auf den neu installierten Bernhard Trares. 

"Das war für mich keine Option. Wir haben ja jetzt den Richtigen", erklärte Magath. Ein weiterer verdeckter Seitenhieb gegen Vorgänger Antwerpen.

Fakt ist, eine Vielzahl an Experten stufte vor der Saison die Kickers als Abstiegskandidat Nummer 1 ein. Der Kader, der qualitativ wohl nicht ausreichend bestückt ist, ist noch nicht reif für die zweithöchste Spielklasse.

Fans und Supporter der Würzburger waren bereits bei der Entlassung von Schiele nicht mit den Entscheidungen der Klub-Bosse einverstanden, sahen das Problem nicht beim Aufstiegstrainer, sondern vielmehr in der Klubführung.

Die alles andere als geräuschlose Trennung von Antwerpen, 41 Tage nach dessen Amtsantritt, dürfte erneut Wasser auf den Mühlen der Kritiker sein.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa , Daniel Karmann/dpa

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