Was macht eigentlich Kevin Großkreutz? Vereinsloser Weltmeister gesteht "Fehler" ein

Dortmund - Ex-BVB-Kicker hat noch etwas vor! Kevin Großkreutz (32) hat so ziemlich alles erlebt, was so eine Fußball-Karriere hergibt. Rückblickend gesteht er sich nun Fehler ein - und wirft einen Blick auf seine Zukunft im (Profi-)Fußball.

Kevin Großkreutz (32) hat momentan viel Zeit für seine noch junge Familie. Auf den Platz würde er dennoch gern wieder zurückkehren wollen.
Kevin Großkreutz (32) hat momentan viel Zeit für seine noch junge Familie. Auf den Platz würde er dennoch gern wieder zurückkehren wollen.  © Marius Becker/dpa

Einst von der Südtribüne vor die Südtribüne. Über die Stufen Deutscher Meister, Pokalsieger und Weltmeister ging es dann anschließend auf der Karriereleiter stetig bergab.

Nun ist das einstige Enfant terrible ohne Klub.

Er vermisse "schon ein wenig den Fußball und das tägliche Leben in diesem Sport", so der 32-Jährige nun im Gespräch mit Sport1.

Seit dem 3. Oktober dieses Jahres ist Großkreutz ohne Verein.

Zum zweiten Mal nach 2017 ist er nun ohne Anstellung. Auch damals wurde der Kontrakt des zweifachen deutschen Meisters vorzeitig beendet. Grund war die ein oder andere Verfehlung außerhalb des Fußballfeldes.

An die Zeit bei den Schwaben erinnert sich der Weltmeister von 2014 hingegen sehr gern.

"Als ich zum VfB wechselte, haben wir zu Beginn der Rückrunde acht Spiele in Folge nicht verloren und standen schließlich beinahe auf einem Europa-League-Platz", jedoch kam ihm dann eine Verletzung in die Quere.

Und auch das Team hat dann plötzlich das Siegen verlernt: "Es folgte eine Serie von neun Partien ohne Sieg - und wir sind schließlich abgestiegen. Das war sehr bitter."

Nichtsdestotrotz blickt er auf seine Zeit beim derzeit Tabellensiebten der 1. Bundesliga auf "eine super Zeit" zurück.

Schnellschuss-Wechsel zu Galatasaray "sicher ein Fehler", Entscheidung über Zukunft fällt im Januar

2011 holte Kevin Großkreutz (gelbes Trikot) gemeinsam mit seinen Team-Kollegen rund um Keeper Roman Weidenfeller (40, Li.) die Meisterschale nach neun Jahren wieder nach Dortmund.
2011 holte Kevin Großkreutz (gelbes Trikot) gemeinsam mit seinen Team-Kollegen rund um Keeper Roman Weidenfeller (40, Li.) die Meisterschale nach neun Jahren wieder nach Dortmund.  © Federico Gambarini/dpa

Schon anders ergeht es ihm, wenn er an sein Türkei-Abenteuer zurückdenkt. Am letzten Tag der Wechselperiode ging er vom BVB für 1,5 Millionen Euro zu Galatasaray Istanbul in die türkische Süper Lig.

"Die Entscheidung für Gala war ein kleiner Karrierekiller, aber auch eine wichtige Erfahrung", resümiert er den Schritt ins Ausland. Dieser Schnellschuss war in der Nachbetrachtung allerdings "sicher ein Fehler."

Nachdem er nun zwei Jahre beim Drittliga-Chaos-Klub KFC Uerdingen seine Töppen schnürte und der Kontrakt im Oktober aufgelöst wurde (TAG24 berichtet), hält sich der Zweifach-Papa indes noch fit.

"Ich trainiere weiter jeden Tag, denn man weiß nie, was passiert. Im Fußball kann es schnell gehen, da will ich natürlich fit bleiben", so der sechsfache deutsche Nationalkicker.

Ganz abgeschlossen habe er mit dem Fußball noch nicht, ob und wie es weitergehen wird, "entscheide ich Anfang Januar".

BVB-Rückkehr? Hans-Joachim Watzke weiß, dass "ich mich riesig freuen würde"

Ob sein Weg eventuell wieder nach Dortmund zurückführt, hält er sich dabei offen. Ach wenn es wohl als Spieler nicht mehr klappen wird, kann er sich ein Engagement in einem anderen Bereich bei der Borussia mehr als vorstellen.

Klub-Boss Hans-Joachim Watzke (61) wisse, dass es "mich riesig freuen würde, wenn ich irgendwas beim BVB machen könnte".

Dass er noch immer Schwarz-Gelber durch und durch ist, daran ließ er zudem mit einer kleinen Spitze in Richtung Königsblau keinen Zweifel: "Ich glaube, ganz Dortmund wird feiern, da würden sich alle freuen, wenn Schalke runter muss", so der gebürtige Dortmunder über die Situation beim Revier-Rivalen.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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