Carl Zeiss Jena lässig im Finale! Wird das Endspiel gegen Fahner Höhe ein Selbstläufer?

Saalfeld - Das Finale im Thüringenpokal ist fix! Im Endspiel fordert der FC An der Fahner Höhe die unbezwingbar scheinenden Profis des FC Carl Zeiss Jena heraus.

Der FC Carl Zeiss Jena um Fabian Eisele (M., im blauen Trikot) und Vasileios Dedidis (r.) hat bislang überragend abgeliefert. Kann der FCC auch am Mittwoch jubeln?
Der FC Carl Zeiss Jena um Fabian Eisele (M., im blauen Trikot) und Vasileios Dedidis (r.) hat bislang überragend abgeliefert. Kann der FCC auch am Mittwoch jubeln?  © IMAGO / Matthias Koch

Es war und ist ein echtes Mammutprogramm für die beiden Finalisten des Thüringer Landespokals: drei Spiele in sieben Tagen nach einer coronabedingten Zwangspause von über sieben Monaten! Und das Beste daran: Das Endspiel um den Pott - also Pflichtspiel Nummer vier - folgt erst noch.

Die Erkenntnis: Fahner Höhe und der FCC stehen absolut verdient im Endspiel. Während der Oberligist mit Sitz im thüringischen Gräfentonna für den Finaleinzug deutlich mehr kämpfen musste, wirken die Profis aus den Kernbergen unschlagbar. Wird das Finale ein Selbstläufer?

Klar ist eins: Der Regionalligist aus Jena strotzt nur so vor Selbstvertrauen und hat das schwierige Programm im Stile eines echten Champions gemeistert.

FCC mit souveränen Siegen auf dem Weg ins Finale des Thüringenpokals

Im Achtelfinale konnten sich die Männer von FCC-Trainer Dirk Kunert (53) klar und deutlich mit 5:0 bei Ligakonkurrent Meuselwitz durchsetzten. Für viele war diese Partie im Vorfeld das vorgezogene Endspiel. Im Viertelfinale gab es dann ein souveränes 4:0 in Nordhausen. Eine ähnliche eindeutige Angelegenheit war dann auch das Halbfinale beim FC Saalfeld.

Im dritten Auswärtsspiel binnen sieben Tagen sorgte der dreimalige DDR-Meister früh für klare Verhältnisse. Bereits zur Halbzeit stand es 3:0 für den FCC. Stürmer Fabian Eisele eröffnete den Torreigen und netzte nach Vorlagen von Stauffer und Oesterhelweg ein (11./35.). Theodor Bergmann legte mit einem Kunstschuss kurz vor dem Pausenpfiff nochmal nach (41.). Marius Grösch besorgte per Foulelfmeter den Endstand (87.).

Trotz des ungefährdeten Spiels war Dirk Kunert nicht rundum glücklich: "Ich bin nicht ganz zufrieden, ich hätte mir mehr Spielfreude gewünscht. Es war aber das dritte Spiel in einer Woche. Mir war wichtig, dass wir das Spiel früh entscheiden", sagte er nach der Partie.

Matchwinner Raffel will wieder in den DFB-Pokal

Oberligist FC An der Fahner Höhe steht im Finale des Thüringenpokals und will den großen Favoriten aus Jena stürzen.
Oberligist FC An der Fahner Höhe steht im Finale des Thüringenpokals und will den großen Favoriten aus Jena stürzen.  © IMAGO/ Christian Heilwagen

Gegner Fahner Höhe hatte im Halbfinal-Duell mit Kreisoberligist Thüringen Jena den besseren Endspurt und die nötigen Kraftreserven.

Der vermeintliche Underdog aus Jena war wie schon in den Runden zuvor super auf die höherklassige Mannschaft eingestellt. Mit starkem Pressing und guter Organisation gingen die tapfer spielenden Jenaer durch Bittner (35.) und Kowalik (47.) zweimal in Führung.

Der 2,05-Meter-Hühne Artur Machts (45.) und ein Eigentor von Alexander Wyrowski (57.) brachten den ehemaligen Meister der Thüringenliga zurück in die Begegnung. In der sechsten Minute der Nachspielzeit köpfte dann Dimo Raffel für Fahner Höhe nach einer Ecke zum 3:2 Sieg.

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Matchwinner Raffel gewann bereits vor acht Jahren überraschend den Thüringenpokal mit Schott Jena und traf danach in Runde eins des DFB-Pokals auf den Hamburger SV (0:4). Jetzt muss er mit seiner Mannschaft "nur noch" den Titelverteidiger aus Jena im Finale bezwingen und seine zweite DFB-Pokal-Teilnahme ist perfekt.

Das Finale im Thüringenpokal findet am Mittwoch um 18 Uhr in Meuselwitz statt.

Titelfoto: Montage/IMAGO / Matthias Koch

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