Neymars Monstergehalt geleakt: Vertrag legt den Geld-Wahnsinn im Fußball offen!

Paris - Schwindelerregende Zahlen! Das Gehalt von Superstar Neymar (29) wurde geleakt. Es ist ein perfektes Beispiel dafür, weshalb viele Fans den Fußball als "abgehoben" ansehen.

Die geleakten Verträge von Neymar (29, r.) und Lionel Messi (34, l.) sorgten und sorgen in der Fußballwelt für Aufsehen. Überraschend sind die Zahlen allerdings nicht.
Die geleakten Verträge von Neymar (29, r.) und Lionel Messi (34, l.) sorgten und sorgen in der Fußballwelt für Aufsehen. Überraschend sind die Zahlen allerdings nicht.  © dpa/Gao Jing/XinHua

So titelte auch die "Mundo Deportivo", die die Zahlen offenlegte, passenderweise: "Der Vertrag, der das ökonomische Gleichgewicht des Fußballs erschütterte."

Schließlich würde der 112-malige brasilianische Nationalspieler (68 Tore, 48 Assists) den FC Paris Saint-Germain bis zur Saison 2022/23 satte 489.228.117 Euro kosten - beinahe eine halbe Milliarde!

Neymar kassiere demnach 43.340.400 Euro pro Jahr. Rechnet man das auf fünf Jahre hoch, kommt man auf insgesamt 216.702.000 Euro. Und damit nicht genug.

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Bleibt der Weltklasse-Angreifer länger bei PSG, bekommt er als Treuebonus sogar ein Salär in Höhe von 50.556.117 Euro - Wahnsinn! Das ist sogar wahrscheinlich, immerhin verlängerte der Dribbelkünstler seinen Kontrakt erst Anfang Mai 2021 bis zum 30. Juni 2025. Dann würde er den Scheichklub sogar knapp 600 Millionen Euro kosten.

Doch die Zahlen des Irrsinns gehen noch weiter. Neymar war nämlich in den vergangenen fünf Jahren nicht steuerpflichtig in Frankreich, sodass er eine Erleichterung in Höhe von 50 Prozent erhielt. Darüber hinaus habe Paris Nettobeträge mit ihm vereinbart und besteuere sein Gehalt mit lediglich 30,77 Prozent - normal wären bei ausländischen Kickern 48 Prozent.

Neymars Zahlen legen den Gehaltswahnsinn im Fußball schonungslos offen

Ein extrem teurer Handschlag für PSG-Scheich Nasser Al-Khelaifi (47, l.): Neymar (29) kostete nicht nur 222 Millionen Euro Ablöse, sondern soll jährlich mehr als 43 Millionen Euro verdienen.
Ein extrem teurer Handschlag für PSG-Scheich Nasser Al-Khelaifi (47, l.): Neymar (29) kostete nicht nur 222 Millionen Euro Ablöse, sondern soll jährlich mehr als 43 Millionen Euro verdienen.  © dpa/Jonathan Brady/PA Wire

Und es ist ja auch nicht gesagt, dass der frühere Profi des FC Barcelona und FC Santos mit 33 Jahren aufhört. Er könnte dann noch weiter abkassieren, sofern sein Körper das in dem Alter noch auf Top-Niveau mitmacht.

Bekanntlich ist Neymar verletzungsanfällig und fehlt PSG deshalb regelmäßig. Dennoch kam der Edeltechniker in 117 Einsätzen auf stolze 87 Tore und 52 Vorlagen - eine zweifelsohne überragende Quote. Doch rechtfertigt sie so einen verrückten Verdienst?

Natürlich nicht. Das Problem: Der Markt gibt es her. Fußball ist in weiten Teilen von Europa die Sportart Nummer eins, die von Millionen Menschen geguckt wird, die Abos abschließen, sich (überteuerte) Fanartikel kaufen und ins Stadion gehen. Hinzukommen die Fernsehverträge, Sponsoring, Werbeeinahmen und im Fall von Paris ein reicher Ölscheich, der horrende Summen in seinen Verein investiert.

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Dabei wurde gerade vor der Corona-Pandemie gerne vergessen, wie wichtig die Anhänger tatsächlich sind. Doch obwohl man überall hört, wie schön es ist, dass die Fans wieder zurück in den Stadien sind, wo sie für Stimmung und Atmosphäre sorgen: Das Geld-Karussell dreht sich zumindest bei einigen Klubs weiter auf diesem gestörten Niveau.

Ob dieses System in naher Zukunft mal zusammenbricht und wieder etwas normalere Summen gezahlt werden? Möglich, aber nicht wahrscheinlich. Zumindest nicht im Bereich der Weltklasse-Spieler, die jeder Verein gerne im Kader hätte. Wer da nicht entsprechend zahlt/zahlen will, der hat bei den Verpflichtungen keine Chance. Geld wird also auch weiterhin die Fußballwelt regieren, was aber nicht heißt, dass der teuerste Kader auch immer das beste Team ist.

Titelfoto: dpa/Jonathan Brady/PA Wire

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