Pep Guardiola von englischer Presse hart kritisiert!

England - Heftiger Gegenwind für Pep Guardiola (49)! Die englischen Medien sehen in dem Trainer den Hauptschuldigen für das Champions-League-Aus von Manchester City gegen Olympique Lyon (1:3).

Pep Guardiola (49) hat sich im Champions-League-Viertelfinale vercoacht.
Pep Guardiola (49) hat sich im Champions-League-Viertelfinale vercoacht.  © Miguel A. Lopes/Pool EPA/AP/dpa

"Mirror" schreibt beispielsweise, dass "Guardiola sich nun mit einem weiteren Misserfolg in der Champions League befassen muss - und der Katalane muss den größten Teil der Schuld tragen."

Denn Guardiola verpasste mit dem englischen Vizemeister zum vierten Mal in Folge das Halbfinale mit seiner exzellent besetzten Mannschaft.

Der Fußballlehrer verstricke sich zu sehr in seinen Überlegungen. Das wurde gegen Lyon offensichtlich. So ließ er sieben defensiv ausgerichtete Spieler starten - gegen einen Underdog! 

Damit wich er von seinem eigenen Stil des anmutigen Offensivfußballs ab und setzte im Angriff nur auf das Trio Raheem Sterling, Gabriel Jesus und Kevin De Bruyne, die gegen den wehrhaften Gegner aber große Probleme hatten.

So muss sich Guardiola auch den Vorwurf gefallen lassen, dass er die Stärken seiner Mannschaft aus den Augen verlor. 

Denn auf der Bank saßen zu Beginn mit Riyad Mahrez, David Silva (beide später eingewechselt), Bernardo Silva und vor allem Youngster Phil Foden gleich vier erstklassige Angreifer. Im Nachhinein muss man festhalten, dass sie alle dem behäbigen Offensivspiel der Citizens gut getan hätten. 

Pep Guardiola nahm Manchester City die "Freude und Freiheit"!

Pep Guardiola (49) verpasste mit Manchester City das vierte Jahr in Folge den Sprung ins Champions-League-Halbfinale.
Pep Guardiola (49) verpasste mit Manchester City das vierte Jahr in Folge den Sprung ins Champions-League-Halbfinale.  © Miguel A. Lopes/Pool EPA/AP/dpa

So titelte auch der Guardian: "Warum hat Pep Guardiola Manchester City die Freude und Freiheit genommen?" Im Artikel wird darüber hinaus auch von "taktischer Verwirrung" gesprochen.

Die Zuschauer hätten daher eine gedämpfte Version der Citizens zu sehen bekommen - gerade im Vergleich zum Achtelfinale, wo man Real Madrid (4:2 nach Hin- und Rückspiel) ausschaltete und ganz anders agierte.

Deshalb schien Guardiola in dieser Saison weiter zu sein. Er nannte diese Partie gegen Lyon eine "einmalige Chance". Diese konnte aber nicht genutzt werden, weshalb BBC Sport schrieb: "Sie wurde verschwendet, weil der Katalane von Vorsicht überwältigt wurde, gepackt von Konservativismus, der ihn und sein Team teuer zu stehen kam."

Das alles ist zutreffend. Dennoch darf nicht unterschlagen werden, dass seinem Team auch das Spielglück fehlte. 

Dass Raheem Sterling beispielsweise das Kunststück fertigbrachte, beim Stand von 1:2 aus vier Metern über das leere Tor zu schießen, wird dem Weltklasse-Angreifer so schnell nicht wieder passieren. 

Erinnert werden dürfte er an diese Szene aber noch oft. Denn sie wird vermutlich in keinem Fußball-Jahresrückblick fehlen.

Titelfoto: Miguel A. Lopes/Pool EPA/AP/dpa

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