Real-Star Benzema mobbt Mitspieler gegen Gladbach: "Bruder, spiel nicht zu ihm"!

Mönchengladbach/Madrid - Das ist der große Nachteil für die Profis an Geisterspielen in Corona-Zeiten: Man bekommt vieles mit! So auch beim Champions-League-Spiel von Real Madrid bei Borussia Mönchengladbach (2:2).

Karim Benzema (weißes Trikot, links) holte Real Madrid mit seinem spektakulären Seitfallzieher-Tor zum 1:2 zurück ins Spiel.
Karim Benzema (weißes Trikot, links) holte Real Madrid mit seinem spektakulären Seitfallzieher-Tor zum 1:2 zurück ins Spiel.  © Martin Meissner/AP/dpa

Dort fiel Sturmstar Karim Benzema negativ auf. In der Halbzeitpause, beim Gang in die Kabine, sagte er zu seinem französischen Landsmann und Mitspieler Ferland Mendy über Vinicius Junior: "Er macht, was er will. Bruder, spiel' nicht zu ihm. Beim Leben meiner Mutter, er spielt gegen uns."

Das war beim französischen Sender Telefoot zu sehen und zu hören. Der frühere französische Nationalspieler sagte die Worte sogar in Reichweite von Vinicius, allerdings auf Französisch, sodass ihn der Brasilianer nicht verstehen konnte - der Inbegriff von Mobbing und das komplette Gegenteil vom Mannschaftsgeist!

Er hielt sich in der Partie übrigens auch an seine eigene Vorgabe. Nachdem er in der ersten Halbzeit noch vier Pässe zu Vinicius gespielt hatte, war es im zweiten Abschnitt gar keiner mehr!

Mendy spielte statt acht- nur noch viermal zum pfeilschnellen Außenbahnspieler, der zugegebenermaßen einen gebrauchten Tag erwischt hatte und keine entscheidende Aktion zeigen konnte, deshalb auch nach 70 Minuten ausgewechselt wurde.

Dennoch waren Benzemas Worte ein absolutes No-Go. Und es war nicht das erste Mal, dass er in seiner Karriere außerhalb des Platzes negativ auffiel.

Karim Benzema flog wegen der Erpressung mit einem Sex-Video aus der Nationalelf

Karim Benzema bringt sich mit Aktionen wie der gegen Vinicius Junior immer wieder selbst in Bedrängnis und macht sich angreifbar.
Karim Benzema bringt sich mit Aktionen wie der gegen Vinicius Junior immer wieder selbst in Bedrängnis und macht sich angreifbar.  © Marius Becker/dpa

Gemeinsam mit Franck Ribery war er 2009 angeklagt, weil er Sex mit einer minderjährigen Prostituierten gehabt haben soll.

Das Verfahren wurde im Januar 2014 abgeschlossen, weil ihnen nicht nachzuweisen war, dass sie das Alter der Dame kannten.

Im Oktober 2015 wurde er dann wegen "Mittäterschaft bei einem Erpressungsversuch und Mitwirken in einer kriminellen Vereinigung" angeklagt. Er hatte mitgeholfen, Mathieu Valbuena mit einem Sex-Video zu nötigen.

Jeglicher Kontakt zu seinem französischen Nationalmannschaftskollegen wurde ihm daraufhin untersagt. 

Dazu wurde er wegen dieser Entscheidung auch vom Französischen Fußballverband bis auf weiteres aus der "Equipe Tricolore" ausgeschlossen und hat seitdem kein Länderspiel mehr für sein Heimatland absolviert.

Nun also diese fragwürdigen Aussagen. Mit solchen Aktionen stellt sich der Weltklasse-Stürmer immer wieder selbst ein Bein.

Dabei wies er seine sportlichen Qualitäten auch in Mönchengladbach nach, wo er das 1:2-Anschlusstor per Seitfallzieher erzielte und entscheidenden Anteil daran hatte, dass die Königlichen doch noch einen Punkt aus dem Borussia-Park entführen konnten.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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