"Mich verletzt das sehr": Barcelona-Star ist sauer auf die eigenen Fans

Barcelona - Der Kapitän des FC Barcelona ist nach der klaren 0:3-Niederlage seiner Katalanen gegen den FC Bayern München von den Anhängern enttäuscht. Die Buhrufe im Camp Nou "verletzten" Gerard Pique (34) sehr.

Zu wenig Unterstützung von den Rängen: Gerard Pique (34, r.) ist nicht glücklich mit dem Publikum.
Zu wenig Unterstützung von den Rängen: Gerard Pique (34, r.) ist nicht glücklich mit dem Publikum.  © Angel Fernandez/AP/dpa

Es war ein bitterer Abend für die Spieler und Zuschauer an der spanischen Ostküste. Am Dienstag verloren die Katalanen zum Auftakt der Champions-League-Gruppenphase sang- und klanglos gegen den deutschen Rekordmeister.

Knapp 40.000 Fans gefiel die Leistung ihres Teams dabei ganz und gar nicht. Sie pickten sich stellvertretend Sergi Roberto (29) als Bauernopfer heraus und buhten den langjährigen Barca-Profi aufgrund seiner sehr durchwachsenen Performance aus.

Nach dem Match verteidigte sein Kapitän ihn leidenschaftlich vor TV-Kameras: "Die Pfiffe gegen Sergi Roberto haben weh getan", erklärte der 34-Jährige.

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"Ich möchte die Leute daran erinnern, dass er ein Mittelfeldspieler ist und kein Flügelflitzer. Er hat ein Opfer gebracht, um sich der Position anzupassen. Die Pfiffe helfen nicht."

Der 29-jährige Spanier kam im rechten Mittelfeld als Schienenspieler zum Einsatz, konnte allerdings nicht überzeugen.

"Ich kenne ihn als Person, er ist ein wundervoller Mensch und möchte mehr als jeder andere, dass dieser Klub Erfolg hat", fügte Pique hinzu und fühlte sich auch persönlich angegriffen: "Mich verletzt das sehr."

Pique sieht Barcelona nicht als Titelfavoriten

Die Barca-Spieler können den Münchnern nur noch gratulieren. Spielerisch hatte der Tabellenzweite der Bundesliga wenig Mühe.
Die Barca-Spieler können den Münchnern nur noch gratulieren. Spielerisch hatte der Tabellenzweite der Bundesliga wenig Mühe.  © Sven Hoppe/dpa

Die Institution in der Abwehr der Katalanen hat vor der Saison Gehaltseinbußen hingenommen, damit der Verein die Neuzugänge Memphis Depay (27) und Erik Garcia (20) für den Spielbetrieb registrieren konnte.

Nach dem Abgang von Weltstar Lionel Messi (34) zu Paris Saint-Germain seien die Blaugrana kein Favorit mehr auf den Champions-League-Titel - sagt zumindest der Innenverteidiger.

Doch das sei egal, so der 1,94-Meter-Hüne. "Manchmal waren wir Titelanwärter und haben nicht gewonnen. Wer war nochmal letztes Jahr der Favorit?"

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Laut dem Freund der Pop-Sängerin Shakira (44) verändert sich der Fußball zu schnell. Die Bayern seien eine erfahrene Truppe, die schon Ewigkeiten so zusammen spielt und der FC Barcelona "ist, was er ist. Vier oder fünf 18-Jährige kommen gerade neu dazu."

"Das ist unsere Realität. Ich will mich nicht entschuldigen. Am Ende der Saison wird man sehen, ob wir konkurrenzfähig waren."

Titelfoto: Angel Fernandez/AP/dpa

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