"Spaltung der Gesellschaft": Rüpel Dennis Erdmann rastet wegen DFB-Elf aus

München - Nach der Demütigung der DFB-Elf hagelt es Kritik von allen Seiten. Auch Dennis Erdmann (29) vom TSV 1860 München kann sich angesichts der Darbietung in Sevilla offenbar nicht zurückhalten. Dass der Sechzger in der Regel ein Mann der deutlichen Worte ist, kommt dabei zum Tragen. Die Meinung des Verteidigers fällt entsprechend aus ...

Dennis Erdmann (29, 2.v.l.) ist ein Mann der deutlichen Worte. Der Ex-Akteur von Dynamo Dresden hat bereits für viele Aufreger gesorgt.
Dennis Erdmann (29, 2.v.l.) ist ein Mann der deutlichen Worte. Der Ex-Akteur von Dynamo Dresden hat bereits für viele Aufreger gesorgt.  © imago images/MIS

"Mein Gott ... da fällt mir ein Ei aus der Tasche", beginnt der Ex-Spieler von Dynamo Dresden einen Kommentar unter einem Instagram-Beitrag des kicker zur absolut desaströsen Niederlage der Nationalmannschaft gegen Spanien, nur um dann entsprechend fortzufahren: "Wenn es fußballerisch mal nicht läuft kann man trotzdem kämpfen laufen kratzen oder verlernt man das im DFB dress?!"(Rechtschreibung aus dem Original, Anm. d. Red.)

Unter einem weiteren Post des Fachmagazins auf der beliebten Social-Media-Plattform erklärt der Abwehrspieler der Löwen, der 2019 vom 1. FC Magdeburg nach Giesing gewechselt war, zudem, woran die komplett blutleere Vorstellung der Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw (60) seiner Einschätzung nach lag. "Einfach mal wieder Spieler aufstellen/dazu holen, die stolz sind für Deutschland zu spielen", schreibt Erdmann.

Es sind Worte, die für Aufmerksamkeit sorgen, die sowohl die Chefetage als auch die Spieler, die in Sevilla auf dem Platz standen, massiv angreifen.

Doch damit nicht genug!

So sei laut dem 29-Jährigen die "Spaltung der Gesellschaft" auch in der DFB-Elf angekommen. Als "traurig" bezeichnet er diesen Umstand und schiebt nach, dass er selbst zu etwas mehr Gegenwehr fähig gewesen wäre. "Ein, zwei Spanier hätte der Earthman durch die Paella gezogen." Wie genau der erste Teil zu werten ist, wird von ihm nicht ausgeführt.

Blamage der DFB-Elf gegen Spanien: Liegt Dennis Erdmann mit seinen Aussagen richtig?

Dennis Erdmann (29,l.) in seinem Element.
Dennis Erdmann (29,l.) in seinem Element.  © Lutz Hentschel

Sind die DFB-Akteure wirklich nicht stolz genug, für Deutschland auf dem Rasen zu stehen? Fehlt ihnen der Bezug zu ihrem Land und den Millionen Fans, die bei Partien der Nationalmannschaft die Daumen drücken? Und hätte Erdmann es besser gemacht?

Sämtliche der gestellten Fragen können wohl mit einem deutlichen "Nein" beantwortet werden.

Wenngleich niemand in die Köpfe von Spielern wie Leon Goretzka (25), Toni Kroos (30), Serge Gnabry (25) oder auch von Neulingen wie etwa Philipp Max (27) schauen kann, so scheint es doch mehr als vermessen zu behaupten, ihnen fehle das nötige Ehrgefühl, um das DFB-Trikot tragen zu können.

Auch befindet sich Erdmann beileibe in keiner Position, sich auf eine solch despektierliche Art zu äußern. Der Defensivakteur hätte, ohne ihm persönlich zu nahe treten zu wollen, gegen die spielstarken Spanier selbst kein Land gesehen, maximal vereinzelt wohl ordentlich hingelangt.

Denn wenngleich ihm eine entsprechende Mentalität beim TSV 1860 und seinen vorherigen Vereinen zumeist nicht abzusprechen war, sind seine Fähigkeiten im Endeffekt doch überschaubar. Für höhere Aufgaben ist er nicht berufen.

Dies sehen offenbar auch viele Fußballfans ähnlich. Zwar kann Erdmann zahlreiche "Likes" verbuchen, seine Worte werden jedoch im Gegenzug von so manchen Nutzern augenscheinlich als peinlich erachtet. Einige der Instagram-User wählen in diesem Zusammenhang auf der Plattform gar drastischere Worte wie "Hampelmann" oder "Dummkopf".

Titelfoto: imago images/MIS

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