Deutschland verpasst nach Führung in der Schweiz erneut den Sieg!

Basel (Schweiz) - Wie verhext! Die deutsche Nationalmannschaft wartet weiterhin auf den ersten Sieg in der Nations League. Am zweiten Spieltag gab es für die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw in der Schweiz nur ein 1:1 (1:0).

Ilkay Gündogan (r.) brachte Deutschland mit seinem überlegten Schuss in die kurze Ecke mit 1:0 in Führung.
Ilkay Gündogan (r.) brachte Deutschland mit seinem überlegten Schuss in die kurze Ecke mit 1:0 in Führung.  © Christian Charisius/dpa

Schon zum Nations-League-Auftakt am Donnerstag hatte die DFB-Auswahl eine 1:0-Führung gegen Spanien nicht über die Zeit gebracht und nur 1:1 gespielt

Am heutigen Sonntag traf Ilkay Gündogan zum 1:0 für die Deutschland (14. Minute), ehe Silvan Widmer das 1:1 für die Eidgenossen (58.) im St. Jakob-Park in Basel erzielte.

Obwohl die Schweiz mutig in die Partie startete, hatte Deutschland durch einen Schuss von Leroy Sané die erste Chance. Doch Nati-Keeper Yann Sommer, der in der Bundesliga für Borussia Mönchengladbach spielt, packte im Nachfassen sicher zu (7.).

Fünf Minuten später kam der Ex-Frankfurter Haris Seferovic im Strafraum an den Ball, doch DFB-Schlussmann Bernd Leno, der für Kevin Trapp ins Tor gerückt war, schnappte ihm das Leder gerade noch so vom Fuß weg (12.).

Zwei Minuten danach ging Deutschland dann in Führung. Matthias Ginter, der für Emre Can in die Mannschaft gerückt war, blieb im gegnerischen Strafraum etwas glücklich in Ballbesitz, behielt die Übersicht und legte auf Gündogan ab, der das Leder aus 17 Metern platziert in die rechte untere Ecke einschoss - 1:0 für das DFB-Team!

Nur drei Zeigerumdrehungen später hätte Djibril Sow beinahe für ein spektakuläres Eigentor gesorgt! Der Mittelfeldspieler von Eintracht Frankfurt wollte zu Sommer zurückspielen, was ihm jedoch völlig misslang. Glücklicherweise für die Schweiz ging der hoch angesetzte Ball knapp am Tor vorbei.

Startaufstellung der DFB-Auswahl gegen die Schweiz

Anfangsformation der Schweiz gegen Deutschland

Bernd Leno erweist sich als starker DFB-Rückhalt, Haris Seferovic trifft für die Schweiz nur den Pfosten

Silvan Widmer (r.) glich nach Pass des stark aufspielen Breel Embolo zum 1:1 für die Schweiz aus. Später musste der Vorlagengeber verletzt ausgewechselt werden.
Silvan Widmer (r.) glich nach Pass des stark aufspielen Breel Embolo zum 1:1 für die Schweiz aus. Später musste der Vorlagengeber verletzt ausgewechselt werden.  © Christian Charisius/dpa

Offensiv versteckten sich die Schweizer auch weiterhin nicht und so musste Leno mehrfach eingreifen. Richtig gefährlich wurde es allerdings bis Mitte der ersten Halbzeit nicht.

Dann fand Gladbachs Breel Embolo aber eine Lücke und schickte Wolfsburgs Renato Steffen steil, doch der Flügelflitzer scheiterte aus spitzem Winkel an Lenos Fußabwehr (26.).

Auch die deutsche Mannschaft sorgte immer wieder für Unruhe in der gegnerischen Hintermannschaft. Timo Werner wollte Sané bedienen, der klug für Julian Draxler durchließ, doch der PSG-Star scheiterte mit seinem Abschluss am gut haltenden Sommer (32.).

Beide Mannschaften griffen einander auch weiterhin früh an und waren voll in der Partie drin. Dennoch gab es auch immer wieder gute Abschlüsse. 

So zog Seferovic aus der Distanz ab, Ginter fälschte die Kugel mit dem Rücken ab, sodass sie auf dem deutschen Tor landete (35.). In der 42. Minute traf der auffällige Stürmer dann aus spitzem Winkel nur den Pfosten.

In der letzten nennenswerten Aktion des ersten Durchgangs wischte Leno einen Schuss seines Arsenal-Teamkollegen Granit Xhaka über die Latte (44.). Mit der hart erarbeiteten 1:0-Führung für Deutschland ging es in die Kabinen.

Silvan Widmer gleicht für die Schweiz gegen Deutschland aus

Leroy Sané (M.) spielte eine gute erste Halbzeit, musste dann aber schon entkräftet ausgewechselt werden.
Leroy Sané (M.) spielte eine gute erste Halbzeit, musste dann aber schon entkräftet ausgewechselt werden.  © Christian Charisius/dpa

Zur zweiten Halbzeit kam Julian Brandt für den ausgepowerten Sané. Deutschland agierte zu Beginn aus einer sicheren Defensive heraus und ließ die Schweiz überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Offensiv verpasste Draxler gleich zweimal die mögliche Vorentscheidung (53./54.).

Das sollte sich rächen. Wieder war es der starke Embolo, der auf der linken Seite Tempo aufnahm, von Niklas Süle nicht attackiert wurde, in die Mitte legen konnte, wo Widmer einlief und aus zwölf Metern wuchtig und platziert in die linke Ecke vollendete - 1:1 (58.)!

Mit der ersten guten Aktion im zweiten Abschnitt hatten die Eidgenossen ausgeglichen! Nun agierten die Hausherren wieder mutiger. Es war in dieser Phase eine Partie auf Augenhöhe.

Doch weitere gute Gelegenheiten blieben Mangelware. Denn mit zunehmender Dauer wurde das Geschehen immer zähflüssiger. Beide Teams liefen erkennbar auf dem Zahnfleisch.

So musste eine Standardsituation herhalten. Erneut war Leno gegen seinen Klubkameraden Xhaka aufmerksam und hielt das Remis fest (84.). Kurz darauf verpasste der eingewechselte Augsburger Ruben Vargas das 2:1 für die Schweiz (85.). So schleppte sich die DFB-Elf mit letzter Kraft zum Auswärtspunkt, weil die Eidgenossen nochmal Druck machten. Am Ende blieb es allerdings beim 1:1-Unentschieden.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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