DFB-Debakel gegen Spanien: Manuel Neuer sorgt mit Frustschrei im Netz für Lacher

Sevilla (Spanien) - Es ist ein Debakel, dessen Ausmaß selbst für viele Kritiker in dieser Form überraschend gekommen sein dürfte! Die in allen Belangen desaströse 0:6-Niederlage der Nationalmannschaft am Dienstag in Sevilla schlägt hohe Wellen. DFB-Schlussmann Manuel Neuer (34) brachte die bittere Klatsche noch während des Spiels auf den Punkt.

DFB-Schlussmann Manuel Neuer (34) hatte das bittere Debakel noch während des Spiels wohl gänzlich unabsichtlich auf den Punkt gebracht.
DFB-Schlussmann Manuel Neuer (34) hatte das bittere Debakel noch während des Spiels wohl gänzlich unabsichtlich auf den Punkt gebracht.  © Christian Charisius/dpa

Es sollte in Andalusien eigentlich ein großer Abend für den Keeper des FC Bayern München werden, der mit seiner 96. Partie im Dress der deutschen Nationalmannschaft an Legende Sepp Maier (76) vorbeiziehen und von nun an der Torhüter mit den meisten Länderspielen sein würde. Das war bereits im Vorfeld klar, zu rütteln gab es daran nichts.

Neuer stand beim entscheidenden Duell um den ersten Platz der Gruppe 4 der UEFA Nations League gegen Spanien erwartungsgemäß auch auf dem Platz, verbuchte im letzten Länderspiel des Jahres 2020 somit den durchaus beachtlichen Rekord.

Doch die Art und Weise, wie der Abend verlief, dürfte dem 34-Jährigen die Freude an eben jenem gründlich verdorben haben. Sechs Mal musste Neuer hinter sich greifen, wurde von Alvaro Morata (28), Ferran Torres (20), der gar einen Dreierpack verbuchen konnte, Rodri (24) und Mikel Oyarzabal (23) überwunden. Es war ein im Kollektiv blamabler Auftritt seiner Vorderleute zum Vergessen. Eine historische Schmach. Neuer war ein Teil von dieser.

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Wie tief der Frust wirklich saß, wurde in 55. Minute besonders deutlich - und war aufgrund der wegen der Coronavirus-Pandemie fehlenden Fans im leeren Stadion Olimpico de la Cartuja für alle bestens über die Außenmikrofone in der ARD zu vernehmen. Nachdem Rodri zum 4:0 vollstreckt hatte und Neuer erneut chancenlos war, ließ er seine Wut am Pfosten aus.

Deutlich vernehmbar dabei: ein lautes "Ficken" aus seiner Kehle - passend zum fußballerischen Offenbarungseid.

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Die Wortwahl des Münchners sorgte an einem Abend, an dem es sportlich absolut keinen Anlass zum Lachen gab, im Netz für zumindest etwas Erheiterung. Auch zeigten sich viele Nutzer etwa auf Twitter über eines einig: Neuer habe mit dieser noch vor dem Schlusspfiff das Spiel der Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw (60), für den es nach der Pleite in den kommenden Tagen und Wochen unangenehm werden dürfte, gegen spielstarke und stets dominante Spanier prägnant zusammengefasst.

Die Analyse der Verantwortlichen sollte und wird aber wohl doch etwas tiefgründiger ausfallen. Es ist angebracht.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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