DFB-Fußballfest: Starkes Deutschland feiert gegen überfordertes Armenien Kantersieg!

Stuttgart - Überragender Auftritt der deutschen Nationalmannschaft! Das DFB-Team zeigte am 5. Spieltag der WM-Qualifikation gegen Armenien eine starke Leistung und gewann auch in der Höhe verdient mit 6:0 (4:0).

Die frühe Führung: Serge Gnabry (M.) jagt die Kugel an Armeniens Keeper David Yurchenko (l.) vorbei zum 1:0 ins Netz.
Die frühe Führung: Serge Gnabry (M.) jagt die Kugel an Armeniens Keeper David Yurchenko (l.) vorbei zum 1:0 ins Netz.  © DPA/Tom Weller

Die Tore vor 18.086 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena erzielten Serge Gnabry per Doppelpack zum 1:0 und 2:0 (6. Minute/15.), Marco Reus zum 3:0 (35.), Timo Werner zum 4:0 (44.), Jonas Hofmann zum 5:0 (52.) und Karim Adeyemi zum 6:0 (90.+1).

DFB-Coach Hansi Flick wechselte nach dem enttäuschenden 2:0-Sieg gegen Liechtenstein gleich sechsmal. Manuel Neuer, Antonio Rüdiger, Jonas Hofmann, Leon Goretzka, Reus und Gnabry ersetzten Kai Havertz (grippaler Infekt), Robin Gosens (Kapselverletzung), Bernd Leno, Ridle Baku, Ilkay Gündogan und Jamal Musiala (alle Bank).

Armeniens Trainer Joaquin Caparros nahm nach dem 0:0 gegen Nordmazedonien vier Veränderungen vor. Varazdat Haroyan, Wbeymar, Khoren Bayramyan und Tigran Barseghyan liefen für Andre Calisir (nicht im Kader), Udo, Vahan Bichakhchyan und Erik Vardanyan (alle Bank) auf.

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Die umformierten Gäste hatten durch Henrikh Mkhitaryan auch die erste Chance der Partie, doch der Ex-BVB-Profi zielte drüber (2.). Deutschland fand ebenfalls schnell in die Begegnung. Die erste gute Möglichkeit hatte Thilo Kehrer, der nach einer Ecke aber nur auf die Latte köpfte (5.).

Dann jedoch war es passiert. Goretzka bediente Gnabry nach einer klasse Kombination, sodass der Flügelflitzer in halbrechter Position frei durch war und das Leder in den linken Winkel jagte - 1:0 für die DFB-Elf (6.)! Die blieb weiter am Drücker. Doch Goretzka zielte zu hoch (8.) und Keeper David Yurchenko wehrte einen abgefälschten Aufsetzer von Leroy Sane zur Ecke ab (11.), ehe es erneut klingelte.

Deutschlands Startelf für das WM-Qualifikationsheimspiel gegen Armenien

Armeniens Aufstellung gegen Deutschland

Serge Gnabry, Marco Reus und Timo Werner legen für die DFB-Auswahl nach, Leroy Sane wie aufgedreht

Marco Reus (2.v.l.) trug sich ebenfalls in die Torschützenliste ein und erzielte das 3:0.
Marco Reus (2.v.l.) trug sich ebenfalls in die Torschützenliste ein und erzielte das 3:0.  © DPA/Tom Weller

Der wie aufgedreht agierende Sane behauptete sich auf der linken Seite klasse, leitete den Angriff ein, Goretzka passte zu Reus, der am zweiten Pfosten Gnabry fand.

Der Bayern-Star schoss aus fünf Metern ein, obwohl Yurchenko mit dem rechten Fuß noch am Ball war und ihn gegen den Innenpfosten lenkte. Den Einschlag konnte er aber nicht verhindern - 2:0 (15.).

Es war weiterhin ein ganz anderer DFB-Auftritt als noch gegen Liechtenstein. Spielwitz, Geschwindigkeit, Einsatzfreude und Kombinationslust stellten Armenien vor unlösbare Probleme.

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So hatten die Hausherren auch in der Folge gute Gelegenheiten. Sane vergab in dieser Phase die Top-Chance, als er sich aus der Distanz ein Herz fasste, mit seinem Kracher allerdings an der Latte scheiterte (22.).

Danach nahm die deutsche Elf ein wenig das Tempo raus, blieb aber tonangebend. Yurchenko hielt einen unplatzierten Schuss von Werner (33.), bevor er wieder hinter sich greifen musste. Gnabry flankte aus dem Halbfeld auf Werner, der das Leder mit der Hacke weiterleiten wollte, es aber mit dem Hintern ablegte und Reus fand, der wuchtig aus rund sieben Metern zentraler Position einschoss - 3:0 (35.)!

Flicks überragend agierende Mannen legten sogar noch vor der Pause einen drauf. Ex-Schwabe Kimmich chippte den Ball aus dem Zentrum in den Lauf vom omnipräsenten Goretzka, der per Kopf auf Werner querlegte. Der frühere Stürmer des VfB Stuttgart drückte das Leder in seiner Heimat aus vier Metern über die Linie - 4:0 (44.)!

Der vierte Streich: Timo Werner (M.) drückt in seiner Heimat noch vor der Pause zum 4:0 für Deutschland ein.
Der vierte Streich: Timo Werner (M.) drückt in seiner Heimat noch vor der Pause zum 4:0 für Deutschland ein.  © DPA/Tom Weller

Jonas Hofmann und Karim Adeyemi erhöhen für die DFB-Elf gegen Armenien

Distanzhammer: Jonas Hofmann (l.) schießt zum 5:0 ein.
Distanzhammer: Jonas Hofmann (l.) schießt zum 5:0 ein.  © DPA/Tom Weller

Mit diesem deutlichen Zwischenstand ging es in die Kabinen. Hochverdient applaudierten die Zuschauer, die sich bestens unterhalten fühlen durften.

Im zweiten Abschnitt wagten sich die Armenier kurzzeitig nach vorn, für das erste Highlight sorgte jedoch Gnabry, der per Fallrückzieher aber drüberschoss (49.). Kurz darauf schepperte es dann erneut im Gäste-Kasten: Kimmichs Ecke wurde vor die Füße von Hofmann abgewehrt, der wuchtig abzog, Yurchenko überraschte und rechts unten traf - 5:0 (52.)!

Die bemitleidenswerten Gäste ließen viel zu viele Räume, waren heillos überfordert und mussten aufpassen, hier nicht völlig auseinandergenommen zu werden. So wurde ein Hofmann-Schuss erst auf der Linie geklärt, dann parierte Yurchenko einen Versuch vom eingewechselten Musiala (62.).

Erst danach nahm sich Deutschland ein wenig zurück, blieb aber bissig in den Zweikämpfen, ließ hinten nichts zu und suchte offensiv nach Lücken. Werner fand zwar eine und traf, stand zuvor aber im Abseits, weshalb er zurückgepfiffen wurde (81.). Dann musste wieder Yurchenko eingreifen und hielt einen Schuss von Goretzka (84.), dazu köpfte Rüdiger vorbei (86.).

Wenig später setzte die DFB-Auswahl nach einer weiteren erstklassigen Kombination den Schlusspunkt. Joker Florian Wirtz bediente den ebenfalls neu gekommenen Adeyemi, der problemlos zum 6:0-Endstand einschoss (90.+1).

Großer Jubel beim DFB-Team: Deutschland zeigte nach dem schwachen Spiel in Liechtenstein eine deutliche Reaktion und lieferte gegen Armenien voll ab!
Großer Jubel beim DFB-Team: Deutschland zeigte nach dem schwachen Spiel in Liechtenstein eine deutliche Reaktion und lieferte gegen Armenien voll ab!  © DPA/Tom Weller

Für Deutschland geht es am kommenden Mittwoch (20.45 Uhr) mit dem Auswärtsspiel in Island weiter, während Armenien einige Stunden früher (18 Uhr) Liechtenstein empfängt.

Titelfoto: DPA/Tom Weller

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