DFB-Vize Winkler sieht Rangnick als Löw-Nachfolger und schießt gegen Bierhoff

Leipzig - Hermann Winkler (57), Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), hält Ralf Rangnick (62) für einen geeigneten Kandidaten für den Job als Bundestrainer.

DFB-Vize und NOFV-Präsident Hermann Winkler (57) hält...
DFB-Vize und NOFV-Präsident Hermann Winkler (57) hält...  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

"Dass er strategisch der richtige Mann ist, hat er oft bewiesen – vor allem in Hoffenheim und bei RB Leipzig. Und er kommt nicht aus dem DFB-Dunstkreis", sagte Winkler im Interview der LVZ. "Es geht auch um Nachwuchsarbeit und um die Verzahnung zwischen Nachwuchs und A-Auswahl. Dafür bringt Rangnick alles mit."

Außerdem äußerte Winkler Zweifel daran, dass DFB-Direktor Oliver Bierhoff (52) der richtige Mann für einen Neuanfang bei der Nationalmannschaft sei. "Er hat 17 Jahre mit Jogi Löw zusammengearbeitet. Das sagt alles. Ich hoffe, dass seine Personalvorschläge zum Bundestrainerposten im Präsidium ausgewertet werden und dass wir dabei Alternativen haben", erklärte Winkler.

Der DFB will bis Mitte Juli einen Nachfolger für den nach der EM aufhörenden Joachim Löw (61) benennen.

Rangnick wird allerdings aktuell auch in Verbindung mit einem Engagement bei Eintracht Frankfurt gebracht.

Hermann Winkler: DFB-Außendarstellung "nicht vertrauensbildend"

... Ralf Rangnick (62) als "strategisch richtigen Mann" für die Nachfolge als Bundestrainer. Gleichzeitig schießt er gegen DFB-Direktor Oliver Bierhoff (52).
... Ralf Rangnick (62) als "strategisch richtigen Mann" für die Nachfolge als Bundestrainer. Gleichzeitig schießt er gegen DFB-Direktor Oliver Bierhoff (52).  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Winkler kritisierte die Außendarstellung des DFB als "nicht vertrauensbildend" und forderte: "Amateure und Profis müssen gemeinsam den Fußball voranbringen. Dabei ist jedoch Führung gefragt. Die Amateure erwarten zu Recht, dass die Streitereien beendet werden."

Der Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) verwies darauf, dass die Nationalmannschaft das Aushängeschild des DFB und Zugpferd für die Amateure ist. "Deswegen muss endlich klar Schiff gemacht werden. Alle müssen sich zusammenraufen", betonte Winkler.

Der gebürtige Grimmaer Winkler war von 1998 bis 2004 Präsident des Landessportbundes Sachsen und führt seit 2016 den Sächsischen Fußball-Verband (SFV). Nach dem Tod von Erwin Bugar (†68) übernahm Winkler im Januar 2021 die kommissarische Präsidentschaft beim NOFV. Ende Januar folgte die Wahl zum DFB-Vizepräsidenten.

Titelfoto: Bildmontage: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa, Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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