Effenberg zur Impfdebatte um Kimmich: "Hatte er doch selbst zu verantworten"

München - Ungeachtet der großen Kritik an Joshua Kimmich (26) wegen dessen Impf-Skepsis traut Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg (53) dem Mittelfeldmann des FC Bayern München das Kapitänsamt in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zu.

Stefan Effenberg (53) sieht Joshua Kimmich (26) bei der Impfdebatte selbst in der Verantwortung.
Stefan Effenberg (53) sieht Joshua Kimmich (26) bei der Impfdebatte selbst in der Verantwortung.  © Guido Kirchner/dpa

"Jeder Mensch begeht Fehler. Aber die müssen auch verziehen werden. Ich bin mir sicher: Joshua Kimmich kann nach wie vor Kapitän der deutschen Nationalmannschaft werden", sagte Effenberg dem Mannheimer Morgen.

"Er muss einfach nur die Leistung bringen und die Führungsqualitäten zeigen, die wir von ihm kennen. Dann qualifiziert er sich automatisch für dieses Amt."

Kimmich hatte es zunächst abgelehnt, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Weil er ungeimpft war, musste er zunächst zweimal als Kontaktperson in Quarantäne. Dann infizierte er sich selbst.

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Nach langem Zögern hatte er angekündigt, sich doch gegen das Virus impfen lassen zu wollen.

"Joshua Kimmich hat sich mit seiner anfänglichen Skepsis gegenüber einer Corona-Impfung erst einmal keinen Gefallen getan. Ich kann auch nichts damit anfangen, dass anschließend gesagt wurde, die ganze Impfdebatte in Deutschland werde auf seinem Rücken ausgetragen. Das hatte er doch selbst zu verantworten", sagte Effenberg.

Am Freitagabend feiert der 26-Jährige nach zwei Monaten Zwangspause sein Comeback im Bayern-Trikot beim Rückrundenauftakt gegen Borussia Mönchengladbach.

Titelfoto: Guido Kirchner/dpa

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