EM 2021: Wie hoch ist die Titelprämie für das DFB-Team und wo läuft die Euro im TV?

Deutschland - Am heutigen Freitag rollt wieder der Ball. Die EM 2020, die im Jahr zuvor coronabedingt ausgefallen war, wird nachgeholt. Und diesmal gibt es viele Neuheiten. Nicht nur, dass das Fußballevent in mehreren Ländern ausgetragen wird, auch beim Übertragen ist ein weiterer Anbieter dabei. Ein Überblick!

Die deutsche Mannschaft will nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft 2014 endlich den nächsten Titel einfahren.
Die deutsche Mannschaft will nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft 2014 endlich den nächsten Titel einfahren.  © Federico Gambarini/dpa

Eröffnungsspiel

Das findet am Freitag in Rom statt. Anpfiff 21 Uhr. Das Duell: Italien gegen Türkei.

Kurz vor dem Anpfiff will die UEFA mit einer "virtuellen Show der Superlative" für Begeisterung sorgen. U2-Frontmann Bono, Gitarrist The Edge und DJ Martin Garrix sind für den musikalischen Höhepunkt fest eingeplant. Der offizielle Song heißt "We Are The People". Wie schon im Finale der Champions League in Porto soll sich das Stadion für die Show digital verwandeln. "Dank modernster Technologie", wie die UEFA schrieb. Der Rasen werde sich so in eine blau-weiße Flamme verwandeln.

Austragungsorte

Erstmals wird die EM in 11 verschiedenen Städten ausgetragen. In Europa sind das London, wo auch das Finale stattfindet, München, Rom, Glasgow, St. Petersburg, Kopenhagen, Sevilla, Amsterdam, Budapest, und Bukarest. Auch im asiatischen Baku finden drei Gruppenspiele und ein Viertelfinale statt.

Deutschland trägt alle Vorrundenspiele in München aus. Dort sind bis zu 14.000 Zuschauer erlaubt.

Übertragung

Neben den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF wird auch Magenta Sport die Berichterstattung übernehmen. Dort sind alle 51 Partien zu sehen, 41 hingegen nur bei ARD und ZDF.

Bei den zehn exklusiven Magenta-Spielen handelt es sich um Vorrunden-Spiele.

Deutsches Team

Für Bundestrainer Joachim Löw ist es das letzte Turnier. Nach der EM hört der 61-Jährige auf. Die Mannschaft hat ihren "Home Ground" auf dem Gelände von DFB-Partner Adidas in Herzogenaurach.

Löw will nach dem Trainingslager in Seefeld sowie den beiden Testspielen gegen Dänemark (1:1) und Lettland (7:1) nun vor allem an den Feinheiten feilen. Konkurrenzkampf, Abstimmung, harte Arbeit auf der einen Seite, doch die Spieler um Kapitän Manuel Neuer brauchen in den kommenden Tagen im EM-Basiscamp auch ab und zu Entspannung und Ablenkung.

Das erste Spiel der deutschen Nationalmannschaft ist am Dienstag, 15. Juni um 21 Uhr, gegen Frankreich.

Corona

Ein Teil der spanischen Nationalmannschaft wird kurz vor Beginn gegen Corona geimpft. Wie von Trainer Luis Enrique (51) dringend gewünscht, erteilten die Behörden am Donnerstag ihre Zustimmung für Impfungen der Spieler am Freitag. Von 10 Uhr an sollen Militärärzte den Profis im EM-Quartier Las Rozas de Madrid den ersehnten Piks setzen. Zuvor hatten die positiven Coronatests von Kapitän Sergio Busquets (32) und Diego Llorente (26) für Wirbel gesorgt und eine heftige Debatte ums Impfen der Fußballer ausgelöst.

Prämie

Sollte es am 11. Juli im Londoner Wembley-Stadion wie zuletzt vor 25 Jahren sogar zum Titel reichen, würde Teammanager Oliver Bierhoff (53) die Rekordprämie von 400.000 Euro pro Spieler "gerne zahlen".

Schiedsrichter

18 Schiedsrichter dürfen bei der EM pfeifen, den Zuschlag für das Eröffnungsspiel hat der Niederländer Danny Makkelie bekommen.

Der DFB hat in Routinier Felix Brych (45) und Debütant Daniel Siebert (37) gleich zwei Referees am Start. Brych war schon bei der WM 2014, der EM 2016 und der WM 2018 dabei. Für Siebert ist es die Premiere.

Die 18 Schiedsrichter für die EM: Felix Brych (München), Daniel Siebert (Berlin), Cüneyt Cakir (Türkei), Antonio Lahoz, Carlos del Cerro (beide Spanien), Andreas Ekberg (Schweden), Orel Grinfeld (Israel), Ovidiu Hategan, Istvan Kovacs (beide Rumänien), Sergei Karassjow (Russland), Björn Kuipers, Danny Makkelie (beide Niederlande), Michael Oliver, anthony Taylor (beide England), Daniele Orsato (Italien), Fernando Rapallini (Argentinien) Artur Dies (Portugal), Clément Turpin (Frankreich) Slavko Vincic (Slowenien).

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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