WM alle zwei Jahre? Das denkt Oliver Bierhoff zu Vorstoß der FIFA

Stuttgart - Es wäre eine tiefgreifende Änderung für alle Beteiligten: DFB-Direktor Oliver Bierhoff (53) hat sich klar gegen die Austragung von Weltmeisterschaften alle zwei Jahre ausgesprochen.

Klare Haltung des DFB-Sportdirektors: Oliver Bierhoff (53) hat sich gegen die Austragung von Weltmeisterschaften alle zwei Jahre ausgesprochen.
Klare Haltung des DFB-Sportdirektors: Oliver Bierhoff (53) hat sich gegen die Austragung von Weltmeisterschaften alle zwei Jahre ausgesprochen.  © Peter Kneffel/dpa

"Den Rhythmus, den wir jetzt haben, finden wir ideal", sagte der Manager der Nationalmannschaft am Sonntag im TV-Sender Bild zum zweijährigen Wechsel zwischen WM- und EM-Turnieren.

"Das reicht vollkommen. Es ergibt keinen Sinn, den Spielkalender noch mal aufzubauschen", erklärte der Bierhoff weiter, der aus dem DFB-Teamquartier in Stuttgart entsprechend zugeschaltet war.

Aktuell findet die WM-Endrunde alle vier Jahre statt.

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Dazu kommt ebenfalls im Vierjahresrhythmus die Europameisterschaft, die für Bierhoff laut eigener Aussage ebenfalls ein "tolles Turnier" ist. Insofern gibt es bereits jetzt einen Zweijahresrhythmus für die Nationalmannschaften, was auch ausreicht.

Die WM wird 2022 in Katar letztmals mit 32 Teams ausgetragen. Zum übernächsten Turnier 2026 in den USA, Kanada und Mexiko erhöht sich die Teilnehmerzahl auf 48 Mannschaften. Die EM wird seit 2016 mit 24 Nationen ausgetragen. Die nächste Endrunde findet 2024 in Deutschland statt.

Zuletzt hatte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin (53) schriftlich "große Bedenken" hinsichtlich der Idee des Weltverbandes (FIFA) zu einer Ausrichtung von WM-Turnieren alle zwei Jahre geäußert.

Aktuell findet die WM-Endrunde alle vier Jahre statt.
Aktuell findet die WM-Endrunde alle vier Jahre statt.  © Christian Charisius/dpa

Die FIFA hatte im Mai eine Machbarkeitsstudie für das Männer- und Frauen-Turnier auf den Weg gebracht, die aus Saudi-Arabien angeregt worden war. Unterstützung hatte der FIFA-Plan unter anderem aus Afrika erhalten.

Titelfoto: Montage: Peter Kneffel/dpa , Christian Charisius/dpa

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