Havertz-Tor als Knotenlöser! Flick: "Das hat uns Sicherheit gegeben"

Skopje - Leistungssteigerung in Hälfte zwei! Mal wieder hatte sich die deutsche Nationalmannschaft zu Beginn schwergetan, doch am Ende sprang ein souveräner 4:0-Erfolg gegen Nordmazedonien heraus.

Kai Havertz (22, r.) schiebt zur 1:0-Führung für Deutschland ein. Zuvor hatte ihm Mitspieler Thomas Müller (32, l.h.) den Ball mustergültig vorgelegt.
Kai Havertz (22, r.) schiebt zur 1:0-Führung für Deutschland ein. Zuvor hatte ihm Mitspieler Thomas Müller (32, l.h.) den Ball mustergültig vorgelegt.  © picture alliance/dpa/Federico Gambarini

Schon am vergangenen Freitag beim 2:1-Sieg über Rumänien brauchte die DFB-Elf ein Weilchen, um in die Partie hereinzukommen. In Hamburg lagen die Adler sogar mit 0:1 zur Pause zurück.

Ähnliches Spiel in Nordmazedonien! Zwar konnte Torwart Manuel Neuer (35) in der 26. Minute den Versuch von Eljif Elmas (22) entschärfen, doch nach vorn klappte nicht viel.

"Wir hatten nicht immer perfekte Raumaufteilung und kamen so nicht zu zwingenden Torchancen", kreidete der Kapitän nach der Begegnung an. Doch in Hälfte zwei habe es seine Vordermannschaft dann "anders gemacht".

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Und vor allem: erfolgreicher! "Wir haben nicht nachgelassen, das Tor zu erzwingen", lobte Bundestrainer Hansi Flick (56) die Mentalität seiner Mannschaft.

Das 1:0 durch Kai Havertz (22) in der fünften Minute nach Wiederanpfiff sei dann der Knotenlöser gewesen. "Das hat uns Sicherheit gegeben", so der Chefcoach.

Hansi Flick setzte weiter auf Timo Werner, der das Vertrauen zurückzahlte

Bundestrainer Hansi Flick (56) mit Blick auf die Uhr: Je länger die Partie in Nordmazedonien dauerte, desto besser kam sein Team in Tritt.
Bundestrainer Hansi Flick (56) mit Blick auf die Uhr: Je länger die Partie in Nordmazedonien dauerte, desto besser kam sein Team in Tritt.  © picture alliance/dpa/Federico Gambarini

Mit großer Freude nahm Flick auch die beiden Treffer seines Schützlings Timo Werner (25) zur Kenntnis, der nach der Partie gegen Rumänien vor wenigen Tagen noch in Ungnade gefallen war.

"Man merkt, dass die Mannschaft zusammensteht, auch wenn mal einer in Kritik geraten ist", sagte der Erfolgscoach zur Thematik um den Angreifer des FC Chelsea.

Dieser bedankte sich im TV-Interview mit RTL bei seinem Übungsleiter: "Wenn ein Trainer einen mag und auf einen setzt, hilft das jedem, mir als Stürmer doppelt. Ich brauche dieses Vertrauen und er gibt es mir zu hundert Prozent."

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Das Selbstvertrauen sei bei Werner aber auch nach den negativen Schlagzeilen der letzten Tage nicht gesunken. Die Kritik müsse "zwangsläufig an einem abperlen, man muss sein Spiel machen. Ich als Spieler weiß, was ich kann", so der gebürtige Stuttgarter.

Dass Jamal Musiala (18) acht Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit dann noch auf 4:0 stellte, war für Neuer nur die logische Folge. "Das Tor von Kai war die Erlösung. Das war der Schlüssel, dass wir es leichter haben, weil der Gegner dann kommen musste."

Titelfoto: picture alliance/dpa/Federico Gambarini

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