Deutscher Nationalspieler bei drei internationalen Spitzenklubs auf dem Zettel!

Mönchengladbach - Das wäre für Borussia Mönchengladbach ein herber Verlust! Matthias Ginter (26) soll das Interesse von gleich drei internationalen Top-Klubs geweckt haben.

Matthias Ginter (26) zählt bei Borussia Mönchengladbach seit drei Jahren zu den Leistungsträgern. Er wird wegen seiner meist unauffälligen Spielweise oft unterschätzt.
Matthias Ginter (26) zählt bei Borussia Mönchengladbach seit drei Jahren zu den Leistungsträgern. Er wird wegen seiner meist unauffälligen Spielweise oft unterschätzt.  © Federico Gambarini/dpa

Dem "kicker" zufolge handelt es sich um den FC Chelsea, Inter Mailand und Atlético Madrid. Das ist wenig verwunderlich, zählte der Abwehrchef der Fohlen in der vergangenen Saison doch nicht nur für das Fachblatt zu den stärksten Innenverteidigern der Bundesliga.

Auch dank seiner herausragenden Leistungen gelang Gladbach der Sprung auf Platz vier und die damit verbundene Qualifikation für die Champions League.

Wettbewerbsübergreifend kam der gebürtige Freiburger auf 36 Einsätze (ein Tor, zwei Vorlagen) und verlieh der Defensive mit seiner Zweikampfstärke, Übersicht und ruhigen Ausstrahlung Stabilität.

So einen Fels in der Brandung würde jedem Spitzenverein gut zu Gesicht stehen. Die Borussia will dem allerdings einen Riegel vorschieben und denkt gar nicht daran, Ginter abzugeben.

Manager Max Eberl sagte im Interview mit der "Westdeutschen Zeitung" klipp und klar: "Es ist das erste Mal, dass wir keinen unserer Eckpfeiler verkaufen werden."

Dennoch stellt sich die Frage, ob es in Corona-Zeiten nicht auch bei Gladbach eine finanzielle Schmerzgrenze gibt.

Matthias Ginter könnte bei Inter Mailand wohl abkassieren

Matthias Ginter (26) absolvierte bislang 29 Länderspiele für Deutschland. Hier bejubelt er sein Hacken-Traumtor zum 1:0 beim 4:0-Sieg gegen Weißrussland am 16.11.2019 in Mönchengladbach.
Matthias Ginter (26) absolvierte bislang 29 Länderspiele für Deutschland. Hier bejubelt er sein Hacken-Traumtor zum 1:0 beim 4:0-Sieg gegen Weißrussland am 16.11.2019 in Mönchengladbach.  © Christian Charisius/dpa

Ginters Vertrag läuft dem "kicker" nach bis zum 30. Juni 2021, beinhaltet aber "eine sehr wahrscheinlich eintretende Verlängerungsoption bis 2022." Eine hohe Ablösesumme würde es also nur noch in diesem und eventuell im nächsten Sommer geben.

Gerade Inter rüstet ungeachtet der Krise munter auf und verpflichtete erst kürzlich Achraf Hakimi von Real Madrid, der die vergangenen zwei Jahre an Borussia Dortmund ausgeliehen war (TAG24 berichtete).

Hier könnte der 29-fache deutsche Nationalspieler dem "kicker" zu urteilen ein Jahresgehalt im "hohen einstelligen Millionen-Bereich" bekommen. Allerdings war der in sich ruhende und reflektierte Spieler und Mensch noch nie jemand, der ausschließlich auf den finanziellen Aspekt geschaut hätte.

Dafür hat ihn seine Ausbildung beim SC Freiburg unter Christian Streich, der ihm zu seinem Profidebüt verhalf, zu sehr geprägt. Deshalb stellt sich bei den Gerüchten vornehmlich die Frage, ob Ginter überhaupt wechseln will. 

Die Qualität für den Schritt zu einer dieser drei hervorragenden Adressen hat er allemal. Und wer weiß: vielleicht reizt ihn nach drei Jahren in Mönchengladbach ja auch die Möglichkeit, erstmals ins Ausland zu wechseln, eine neue Liga und Fußballkultur kennenzulernen?

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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