Nach Kung-Fu-Tritt: Flick gibt bei Goretzka-Verletzung Entwarnung

Wolfsburg - Dieser Typ ist hart im Nehmen! Nach einem Kung-Fu-Tritt am Hals spielte Leon Goretzka (26) noch bis zur Halbzeitpause weiter. Erst dann nahm Bundestrainer Hansi Flick (56) ihn sicherheitshalber runter.

Liechtensteins Abwehrmann Jens Hofer (24, r.) kümmerte sich nach seinem ungewollt heftigen Einsteigen gegen Leon Goretzka (26) gleich um den deutschen Nationalspieler, flog aber dennoch zu Recht mit Rot vom Platz.
Liechtensteins Abwehrmann Jens Hofer (24, r.) kümmerte sich nach seinem ungewollt heftigen Einsteigen gegen Leon Goretzka (26) gleich um den deutschen Nationalspieler, flog aber dennoch zu Recht mit Rot vom Platz.  © dpa/Swen Pförtner

Im Duell der deutschen Nationalmannschaft gegen Liechtenstein, welches das DFB-Team furios mit 9:0 gewann, traf Gäste-Verteidiger Jens Hofer (24) Goretzka in der 9. Minute mit einem Kung-Fu-Tritt am Hals.

Der Taktgeber des FC Bayern München blieb zunächst am Boden liegen und musste behandelt werden. Gezeichnet von starken Blessuren und einem fetten Schuhabdruck links des Kehlkopfes konnte er aber weitermachen und durfte wenige Minuten später wieder aufs Feld.

Hofer dagegen wurde mit einer Roten Karte des Platzes verwiesen, außerdem führte der fällige Strafstoß zur 1:0-Führung für Deutschland.

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Beim Seitenwechsel blieb dann auch Goretzka in der Kabine. "Er wollte weiterspielen, aber wir wollten kein Risiko eingehen und haben ihn deshalb herausgenommen", erklärte Flick.

Dort hat der Fuß bestimmt nichts zu suchen. Jens Hofer wurde nach der Aktion mit Rot vom Platz gestellt.
Dort hat der Fuß bestimmt nichts zu suchen. Jens Hofer wurde nach der Aktion mit Rot vom Platz gestellt.  © imago/Contrast

Hansi Flick hofft, Leon Goretzka mit nach Armenien nehmen zu können

Florian Neuhaus (24) zeigte im Training seine Bereitschaft und wurde gegen Liechtenstein mit einem 45-minütigen Einsatz belohnt.
Florian Neuhaus (24) zeigte im Training seine Bereitschaft und wurde gegen Liechtenstein mit einem 45-minütigen Einsatz belohnt.  © dpa/Swen Pförtner

Nach aktuellem Stand sieht es danach aus, dass Goretzka auch beim letzten Länderspiel des Jahres am Sonntag in Armenien (Anstoß um 18 Uhr) eine Rolle spielen kann.

"Ich gehe davon aus, dass er am Samstag mitreisen kann", verkündete Flick und gab somit Entwarnung.

Verzichten will der Bundestrainer auf seinen wichtigen Mittelfeld-Motor nämlich nur ungern: "Leon ist ein Spieler, den wir brauchen. Er ist sehr wichtig, weil er die Defensive stärkt und sehr gute und wichtige Ballgewinne hat."

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Jedoch hat sich am Donnerstagabend Florian Neuhaus (24) als würdiger Vertreter gezeigt. Eingewechselt für den gekennzeichneten Goretzka kurbelte er in Hälfte zwei ebenfalls das Geschehen an und hätte sogar fast ein Tor erzielt. Thomas Müller (32) hielt beim Treffer zum 6:0 jedoch noch den Schlappen hin und klaute ihm somit den Erfolg.

Nachdem Neuhaus im Klub Borussia Mönchengladbach zuletzt nicht so viel Spielpraxis bekam, wäre ein Startelf-Einsatz im DFB-Team mal eine gesunde Abwechslung.

Titelfoto: IMAGO / Contrast

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