DFB-Star macht sich WM-Sorgen: "Die Teilnahme ist für mich in Gefahr"

Mailand - Lange Zeit galt Robin Gosens (28) als Senkrechtstarter der deutschen Nationalmannschaft, nun bangt der Italien-Legionär allerdings um sein Ticket für die Weltmeisterschaft 2022 in Katar.

Robin Gosens (28, r.) mit Inter-Mailand-Coach Simone Inzaghi (46) auf der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Spiel gegen den FC Bayern München.
Robin Gosens (28, r.) mit Inter-Mailand-Coach Simone Inzaghi (46) auf der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Spiel gegen den FC Bayern München.  © Sven Hoppe/dpa

Im September 2020 feierte der Außenbahnspieler sein Debüt im DFB-Dress, ein knappes Jahr später ballerte er sich bei der Europameisterschaft in die Herzen der deutschen Fans und wurde im darauffolgenden Winter mit einem Wechsel zum Serie-A-Spitzenklub Inter Mailand belohnt.

Unter Coach Simone Inzaghi (46) konnte sich Gosens aber bislang nicht für einen Stammposten empfehlen, was bereits Auswirkungen auf seine Rolle im Nationalteam hatte.

Zuletzt verlor das variabel einsetzbare Arbeitstier seinen Platz auf der linken Abwehrseite an David Raum (24) von RB Leipzig, zudem scharrt in SC-Freiburg-Urgestein Christian Günter (29) ein weiterer Konkurrent mit den Hufen.

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Vor der Champions-League-Partie der "Nerazzurri" beim FC Bayern München am Dienstagabend (21 Uhr) analysierte der Inter-Akteur seine derzeitige Situation.

"Ich habe in der Nationalmannschaft gut gespielt. Ich kann jetzt nur weiter gut trainieren und gut spielen. Ich hoffe, der Trainer sieht das", erklärte der 28-Jährige auf der Pressekonferenz vor dem Match, fügte allerdings an: "Die Teilnahme ist für mich in Gefahr."

Kann Robin Gosens DFB-Coach Hansi Flick rechtzeitig von sich überzeugen?

Beim turbulenten 3:3-Unentschieden der DFB-Adler gegen England Ende September wurde Robin Gosens (28) in der 68. Minute eingewechselt.
Beim turbulenten 3:3-Unentschieden der DFB-Adler gegen England Ende September wurde Robin Gosens (28) in der 68. Minute eingewechselt.  © Nick Potts/PA Wire/dpa

In den verbleibenden drei Begegnungen vor der finalen Kadernominierung durch Bundestrainer Hansi Flick (57) am 10. November möchte sich der gebürtige Emmericher mit entsprechenden Leistungen in den Fokus rücken.

"Spieler, die im Verein gut spielen, sind auch bei der WM dabei", stellte Gosens trocken fest.

Das dürfte jedoch kein leichtes Unterfangen werden. In der aktuellen Saison kommt der Linksfuß nach zwölf absolvierten Ligapartien auf lediglich 181 Einsatzminuten für Inter. Erst einmal stand er dabei in der Startelf.

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Immerhin durfte er in der Königsklasse bereits zweifach über die volle Distanz ran, so auch bei der 0:2-Niederlage im ersten Gruppenspiel gegen den deutschen Rekordmeister.

Beim Rückmatch in der Münchner Allianz würde der DFB-Kicker gern auftrumpfen, wie schon während seiner starken Europameisterschaft im Juni 2021: "Hier habe ich bei der EM gegen Portugal ein Tor geschossen. Das hat meine Karriere verändert."

Sollte der Mangel an Spielpraxis tatsächlich das WM-Aus bedeuten, wäre ein Wechsel wohl der nächste logische Schritt. Möglich ist dabei auch eine Rückkehr nach Deutschland: Zuletzt wurde Gosens gleich mit vier Bundesligisten in Verbindung gebracht.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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