Kurs-Korrektur beim DFB? Sandro Wagner hofft auf Abkehr von den Alleskönnern

Von Manuel Schwarz und Martin Moravec

Unterhaching/München - Nach den Eindrücken von der Europameisterschaft wünscht sich der ehemalige Nationalspieler Sandro Wagner (33) wieder mehr speziell für nur eine Position ausgebildete Spieler im Fußball.

Sandro Wagner (33) trainiert die SpVgg Unterhaching.
Sandro Wagner (33) trainiert die SpVgg Unterhaching.  © Sven Hoppe/dpa

Als Beispiel nannte der Trainer des Viertligisten SpVgg Unterhaching, der in seiner Karriere als Spieler unter anderem 38 Partien für den FC Bayern München absolviert hat, Europameister Italien, der "Positionsspezialisten" wie Verteidiger Giorgio Chiellini (36) oder auch Lorenzo Insigne (30) habe.

"Oder ein (Leonardo) Bonucci (34), der einfach nur Innenverteidiger spielen kann und keine 36 Positionen bekleiden kann und abkippende Sachen machen kann, sondern einfach: Er ist auf dieser Position super", erklärte Wagner am Dienstag.

"Lasst uns doch einfach die Spieler auf einer Position richtig gut machen, anstatt dass er auf 18 Positionen spielen kann und die so ein bisschen", so der 33-Jährige mit Blick auf die Jugendausbildung.

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Diesen Ansatz verfolge er auch bei den Hachingern.

"Ich bin keiner, der jemandem eine Meinung aufdrängt", sagte Wagner weiter. Im DFB verfolge man nun allerdings auch ähnliche Vorhaben. "Ich bin vorsichtig euphorisch, dass das in den nächsten Jahren auch Wirkung zeigt", führte er aus.

Deutschland war im EM-Achtelfinale am späteren Finalisten England (0:2) gescheitert.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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