Weltmeister Mustafi findet neuen Klub: Endlich wieder Glück in Spanien?

Valencia - Hat die Leidenszeit nun ein Ende? Den vertragslosen Ex-Weltmeister Shkodran Mustafi (29) zieht es zwei Tage nach Ende des Transferfensters ins spanische Valencia zu UD Levante.

Neues Land, neues Glück? Nach dem Abstieg mit Schalke sucht Mustafi (29) in Spanien wieder nach seiner Form.
Neues Land, neues Glück? Nach dem Abstieg mit Schalke sucht Mustafi (29) in Spanien wieder nach seiner Form.  © Swen Pförtner/dpa

Am Donnerstag (2.9.) verkündete der spanische Klub UD Levante aus Valencia die Verpflichtung des Weltmeisters von 2014. Somit kehrt der 29-Jährige nach fünf Jahren zurück auf die iberische Halbinsel. Er unterschrieb bei den Blau-Roten einen Vertrag bis 2023 mit der Option auf ein weiteres Jahr.

Nach Jerome Boatengs (33) Wechsel zu Lyon findet damit der nächste vertragslose WM-Fahrer von 2014 einen neuen Klub.

"Vom ersten Moment an hat mir die Idee gefallen", sagt Mustafi. "Wir werden alles geben, um den Verein so hoch wie möglich zu bringen."

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UD Levante steht mit zwei Punkten aus drei Spielen derzeit auf Rang 16 der spanischen LaLiga.

Weltmeister 2014 und der 41-Millionen-Transfer

Mitte des vergangenen Jahrzehnts lief es für den Innenverteidiger, hier im Trikot des FC Arsenal, richtig gut. Danach ging es für Shkodran Mustafi etwas bergab, nun bekommt er eine neue Chance.
Mitte des vergangenen Jahrzehnts lief es für den Innenverteidiger, hier im Trikot des FC Arsenal, richtig gut. Danach ging es für Shkodran Mustafi etwas bergab, nun bekommt er eine neue Chance.  © John Walton/PA Wire/dpa

Sieben lange Jahre ist es jetzt schon her, dass Shokdran Mustafi in Brasilien mit der deutschen Fußballnationalmannschaft den Weltmeistertitel holte. Erst einen guten Monat vor dem Turnier debütierte der Verteidiger im Dress des DFB.

Mustafi, damals für Sampdoria Genua aktiv, verpasste den Erfolg im Maracana leider aufgrund einer Verletzung. Sportlich ging es für ihn danach trotzdem erstmal bergauf. Nach dem Titel wechselte er schon einmal zu Valencia - allerdings zum Stadtrivalen von Levante, dem FC Valencia.

In Spanien wurde er schnell zum Stammspieler und Leistungsträger. Er führte die "Blanquinegros" sogar in die Champions League.

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Zwei Jahre später, im Sommer 2016, dann der Transferhammer: Der FC Arsenal aus London legte umgerechnet 41 Millionen Euro auf den Tisch und holte den Innenverteidiger in die englische Hauptstadt.

Viele Fehler - Abstieg mit Schalke

Brenzlige Situation: Beim FC Schalke 04 hatte Mustafi (2.v.r.) viele Momente zum Wegsehen.
Brenzlige Situation: Beim FC Schalke 04 hatte Mustafi (2.v.r.) viele Momente zum Wegsehen.  © Martin Meissner/AP-Pool/dpa

Anfangs lief es auch da noch recht ordentlich. Wieder holte sich Mustafi rasch einen festen Platz in der ersten Elf. Doch mit dem sportlichen Verfall der Gunners, begann auch die Leistung des Weltmeisters immer schlechter zu werden. Viele individuelle Fehler schlichen sich in das Defensivspiel des heute 29-jährigen.

Ab 2019 wurden die Einsätze weniger. Mustafi war die Verunsicherung anzumerken. Nachdem er in der Hinrunde der Saison 2020/21 keine große Rolle mehr gespielt hatte, folgte im Winter der mutige Schritt zum abstiegsbedrohten FC Schalke 04.

Aber auch in Gelsenkirchen fand der Verteidiger nicht mehr in die Spur. Eklatante Fehler vor Gegentoren führten zur Streichung aus dem Kader durch Trainer Dimitrios Grammozis (43).

Im Sommer endete der Vertrag des Deutschen mit albanischen Wurzeln bei den Knappen, seitdem war er vereinslos.

Jetzt ist er also zurück in der Stadt, in welcher er vermutlich seine schönste Zeit als Fußballer verbrachte. Geht es sportlich jetzt auch wieder bergauf? Zu wünschen wäre es Mustafi nach all den düsteren Jahren. Ob er je wieder die Höhen des so besonderen Fußballjahres 2014 erreichen kann, darf aber bezweifelt werden.

Titelfoto: Swen Pförtner/dpa

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