1. FC Saarbrücken gegen Bayer 04 Leverkusen im Pokal-Halbfinale chancenlos!

Völklingen - Keine Chance! Der 1. FC Saarbrücken hat das DFB-Pokal-Halbfinale wenig überraschend gegen den haushohen Favoriten Bayer 04 Leverkusen mit 0:3 (0:2) verloren.

Leverkusens Stürmer Lucas Alario (rotes Trikot) trifft an allen Saarbrücker Abwehrspielern vorbei zum 2:0 für Bayer.
Leverkusens Stürmer Lucas Alario (rotes Trikot) trifft an allen Saarbrücker Abwehrspielern vorbei zum 2:0 für Bayer.  © Ronald Wittek/epa Pool /dpa

Die Tore im Hermann-Neuberger-Stadion in Völklingen erzielten Moussa Diaby zum 1:0 für Bayer (11. Minute) und Lucas Alario zum 2:0 (19.). Karim Bellarabi legte im zweiten Durchgang noch das 3:0 nach (58.).

Schon zu Beginn drückte Leverkusen die Gastgeber, die wegen der Corona-Krise seit 94 Tagen kein Spiel bestritten hatten, tief in die eigene Hälfte.

Der FCS rührte mit zwei massiven Fünferketten Beton an und machte die Räume eng. 

Doch man stand viel zu weit hinten drin, sodass Leverkusen fast die ganze Zeit um den Strafraum der Gastgeber herumspielte und die Hausherren aufgrund der hohen Passsicherheit der Werkself nur hinterherliefen. 

Gerade, als die Gastgeber nach ersten Ballgewinnen und Konteransätzen etwas mutiger wurden, gerieten sie in Rückstand. 

Kerem Demirbay spielte einen klasse Chipball in den Lauf des startenden Diaby, der die Kugel volley durch die Beine von FCS-Keeper Daniel Batz ins Tor schoss - 1:0 für den haushohen Favoriten (11.).

Aufstellung des 1. FC Saarbrücken für das DFB-Pokal-Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen

Bayer 04 Leverkusens erste Elf gegen den 1. FC Saarbrücken

Lucas Alario erhöht für Bayer 04 Leverkusen beim 1. FC Saarbrücken

Moussa Diaby (r.) bereitete dem FCS mit seinem hohen Tempo einige Probleme. Hier hecheln ihm Fanol Perdedaj (M.) und Christopher Schorch hinterher.
Moussa Diaby (r.) bereitete dem FCS mit seinem hohen Tempo einige Probleme. Hier hecheln ihm Fanol Perdedaj (M.) und Christopher Schorch hinterher.  © Ronald Wittek/epa Pool /dpa

Auch in der Folge entwickelte sich eine Abwehrschlacht des Drittliga-Aufsteigers, der große Probleme mit dem hohen Tempo und der individuellen Qualität der Bayer-Elf hatte und diesen Unterschied auch nicht wirklich ausgleichen konnte. 

So musste Batz unter anderem gegen den frei vor ihm auftauchenden Lucas Alario parieren (17.), ehe das nächste Tor fiel.

Manuel Zeitz und Batz behinderten sich gegenseitig bei einer Flanke von Demirbay, sodass das Leder im Sechzehner Alario vor die Füße fiel. 

Der Angreifer verwandelte mit einem wuchtigen Schuss aus wenigen Metern problemlos zum 2:0 (19.).

Danach ließ es Leverkusen etwas ruhiger angehen, beschäftigte Saarbrücken aber weiterhin und hatte noch einige Möglichkeiten, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben.

Die Gastgeber kämpften aber weiterhin vorbildlich und warfen sich als Team in die Zweikämpfe, sodass es zur Pause beim vergleichsweise knappen 0:2 aus ihrer Sicht blieb.

Karim Bellarabi legt für Bayer 04 Leverkusen beim 1. FC Saarbrücken nach

Bayer Leverkusen feierte den erwartet klaren Erfolg gegen den 1. FC Saarbrücken.
Bayer Leverkusen feierte den erwartet klaren Erfolg gegen den 1. FC Saarbrücken.  © Ronald Wittek/epa Pool /dpa

Aus der Kabine kam der FCS aber selbstbewusst und hatte kurz nach Wiederanpfiff die erste eigene Torgelegenheit, doch B04-Keeper Lukas Hradecky packte beim Abschluss von Sebastian Jacob sicher zu (47.).

Die Hausherren waren nun deutlich griffiger, giftiger und bereiteten der Werkself damit deutlich mehr Probleme, als noch in Abschnitt eins. 

Sie schienen sich eingespielt zu haben und besannen sich auf ihre Stärken. Doch genau in dieser Phase schlug Leverkusen im Stile einer Spitzenmannschaft zu - wie schon in Hälfte eins! 

Als Saarbrücken das Spielgerät nicht geklärt bekam, chippte Demirbay die Kugel auf Bellarabi, der das Leder annahm und dann in Bedrängnis mit der Pike unter die Latte nagelte - 3:0 für Bayer (58.).

Der Regionalligist blieb mutig und hatte selbst noch die eine oder andere Möglichkeit, wenigstens den Ehrentreffer zu erzielen, doch letztlich war Leverkusen zu abgezockt.

Batz zeigte seine für die vierte Liga herausragenden Fähigkeiten noch einmal gegen Paulinho (77.), auf der anderen Seite verpasste Markus Mendler das Tor für Saarbrücken (90.+1), weshalb es am Ende beim 3:0 für Leverkusen blieb. Doch der FCS hatte sich vor der Geisterkulisse und ohne Spielpraxis teuer verkauft und schied erhobenen Hauptes aus.

Titelfoto: Ronald Wittek/epa Pool /dpa

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