Revanche im DFB-Pokal: Bayer dreht Partie gegen Frankfurt und steht im Achtelfinale

Leverkusen - Revanche geglückt! Nach der zehn Tage zurückliegenden Liga-Niederlage hat sich Bayer 04 Leverkusen dank eines 4:1(1:1)-Comeback-Sieges gegen Eintracht Frankfurt für das Achtelfinale des DFB-Pokals qualifiziert. Auf die Werkself wartet nun Rot-Weiss Essen.

Die Spieler von Eintracht Frankfurt bejubeln den Treffer zum 1:0 von Amin Younes (M.) gegen Bayer 04 Leverkusen.
Die Spieler von Eintracht Frankfurt bejubeln den Treffer zum 1:0 von Amin Younes (M.) gegen Bayer 04 Leverkusen.  © Ina Fassbender/AFP-Pool/dpa

Amin Younes brachte die Gäste in der leeren BayArena früh mit 1:0 in Führung (6.). Lucas Alario glich per Strafstoß zum 1:1 aus (27./HE), ehe Edmond Tapsoba die Hausherren mit 2:1 in Führung brachte (49.) und Moussa Diaby das 3:1 nachlegte (67.). Jonathan Tah musste im Anschluss mit Rot vom Platz (73.), dennoch legte Diaby kurz vor dem Ende den 4:1-Endstand nach (87.).

Im Vergleich zum 2:0-Erfolg beim 1. FSV Mainz 05 stellte Eintracht-Trainer Adi Hütter seine Startelf auf vier Positionen um: David Abraham, Djibril Sow, Filip Kostic und Makoto Hasebe rotierten für Tuta, Stefan Ilsanker, Sebastian Rode und Aymen Barkok hinein.

Bayer-Coach Peter Bosz wechselte nach dem 1:1-Remis gegen den SV Werder Bremen hingegen nur drei Mal: Er schickte Lars Bender, Wendell und Alario für Aleksandar Dragovic, Daley Sinkgraven und Patrik Schick von Beginn an aufs Feld.

Und anders als im nur zehn Tage zuvor absolvierten Aufeinandertreffen in der Liga (Frankfurt siegte 2:1) gingen diesmal die Hessen in Front. Nach einem flapsigen Ballverlust der Hausherren ging es umgehend in Richtung des Kastens von Lukas Hradecky.

Von rechts spielte Daichi Kamada in die Mitte, wo André Silva zunächst verpasste, Younes aber genau richtig einlief und einnetzte (6.). Nur wenige Minuten später gab es dann DIE große Chance aufs 2:0 für die SGE. Doch Silva, der zunächst technisch stark gegen Tah agierte, zeigte sich zu eigensinnig und scheiterte an Hradecky (13.) - da war viel mehr drin!

Die Startaufstellung von Bayer 04 Leverkusen gegen Eintracht Frankfurt

So startete Eintracht Frankfurt in die DFB-Pokalpartie bei Bayer 04 Leverkusen

Eintracht Frankfurt geht früh in Front, Bayer 04 Leverkusen gleicht per Strafstoß aus

Leverkusens Stürmer Lucas Alario (l.) erzielt per Elfmeter den 1:1-Ausgleich gegen Eintracht Frankfurt.
Leverkusens Stürmer Lucas Alario (l.) erzielt per Elfmeter den 1:1-Ausgleich gegen Eintracht Frankfurt.  © Ina Fassbender/AFP-Pool/dpa

Anschließend gab es wieder eine Frankfurter Chance, wieder durch Younes: Nach tollem Kombinationsspiel tankte sich der bestens aufgelegte Dribbelkünstler in den Strafraum, sein Abschluss konnte aber gerade noch vom vielbeschäftigten Hradecky entschärft werden (23.).

Den Ausgleich schenkte sich die Eintracht dann praktisch selbst ein: Eine Hereingabe von Leon Bailey erwischte Erik Durm mit dem Arm - es gab Elfmeter. Diesen verwandelte Alario sicher zum 1:1 (27.).

Nach dem furiosen Start der Mannen vom Riederwald war das Unentschieden mit fortlaufender Spielzeit eindeutig leistungsgerecht, die verletzungsbedingte Auswechslung von Younes sorgte für einen gehörigen Bruch im Spiel der SGE. Torgelegenheiten blieben währenddessen aber vorerst Mangelware, zu gut hatten sich die Abwehrreihen zu diesem Zeitpunkt sortiert.

Ein Beweis dafür: Erst knapp eine Viertelstunde nach dem Ausgleich sorgte ein Weitschuss von Wendell für die nächste Torannäherung - Trapp parierte jedoch glänzend (41.). Es sollte die letzte nennenswerte Aktion des ersten Durchgangs gewesen sein.

Bayer 04 Leverkusen dreht Partie gegen Eintracht Frankfurt und zieht ins Achtelfinale des DFB-Pokals ein

Die Spieler von Bayer 04 Leverkusen feiern das zwischenzeitliche 2:1 durch Edmond Tapsoba (M.) gegen Eintracht Frankfurt.
Die Spieler von Bayer 04 Leverkusen feiern das zwischenzeitliche 2:1 durch Edmond Tapsoba (M.) gegen Eintracht Frankfurt.  © Ina Fassbender/AFP-Pool/dpa

Die Adlerträger starteten gut in Halbzeit zwei, doch die Hausherren gingen nach feinem Freistoß von Kerem Demirbay durch Tapsobas Kopfballtreffer aus abseitsverdächtiger Position mit 2:1 in Führung (49.). Da sah aber auch Eintracht-Verteidiger Evan N'dicka nicht gut aus.

Spätestens jetzt hatte die Werkself Oberwasser, was hochkarätige Chancen für Demirbay (52.) und Diaby (55.) belegten. Nach vorne zeigte sich die Eintracht zusehends immer weniger kreativ. Leverkusen machte es besser und legte dank schnellem Umschaltspiel nach Ballgewinn nach.

Ein klasse Solo von Nadiem Amiri endete mit dem perfekten Zuspiel auf Diaby, der gegen SGE-Keeper Kevin Trapp die Oberhand behielt (67.) - 3:1, die Vorentscheidung? Gut 20 Minuten vor dem Ende schwächte Tah sein Team dann, als er den allein aufs Tor marschierenden Silva mit einer Notbremse stoppte (73.).

Von hier an warfen die Hessen alles nach vorne, die erhoffte Aufholjagd blieb jedoch aus. Stattdessen setzte Diaby endgültig den sprichwörtlichen Deckel auf die Partie: Nach einem Ballverlust der Frankfurter durfte der Franzose allein aufs gegnerische Tor marschieren und schob die Pille zum 4:1-Endstand in die Maschen (87.).

In der Liga geht es für die beiden Pokal-Kontrahenten wie folgt weiter: Die SGE empfängt am Sonntag (17. Januar/18 Uhr) den FC Schalke 04, während die Werkself bereits am Freitag (15. Januar/20.30 Uhr) beim 1. FC Union Berlin zu Gast ist.

Titelfoto: Ina Fassbender/AFP-Pool/dpa

Mehr zum Thema DFB Pokal:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0