Nächste Pokal-Überraschung! Schwaches Aue scheitert bei Viertligist Ulm

Ulm - Der FC Erzgebirge Aue verabschiedet sich dieses Jahr bereits in der ersten Hauptrunde aus dem DFB-Pokal! Bei Regionalligist SSV Ulm 1846 strich der Zweitligist mit 0:2 (0:1) die Segel.

Tobias Rühle (l.) vom SSV Ulm erzielte das Führungstor und war damit an der zweiten Pokalüberraschung der 1. Runde maßgeblich beteiligt.
Tobias Rühle (l.) vom SSV Ulm erzielte das Führungstor und war damit an der zweiten Pokalüberraschung der 1. Runde maßgeblich beteiligt.  © picture point/Sven Sonntag

Im ersten Durchgang verzeichnete ein arg ersatzgeschwächtes Aue - Coach Dirk Schuster standen nur sechs Wechselspieler zur Verfügung - eine (!) echte Möglichkeit. Philipp Zulechner nahm einen schnell ausgeführten Freistoß aus dem Mittelfeld auf und zog unbedrängt aus zwölf Metern ab (29.). Der Ball ging am rechten Außennetz vorbei.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Ulm bereits zwei gute Chancen durch Tobias Rühle, der es nach einem zu kurz geklärten Freistoß mit einer Kopfball-Bogenlampe probierte (3.) und nur 20 Sekunden später einen Steilpass von Ardian Morina erlief. FCE-Keeper Martin Männel hielt die Kugel fest.

Die erste Halbzeit ging an die "Spatzen", die knallhart dagegen hielten. Das bekam vor allem Philipp Riese zu spüren, der nach einem Zusammenprall am Mittelkreis einen Turban verpasst bekam. 

Noch mehr schmerzte die folgende Szene in der 37. Spielminute. Vinko Sapina wurde am Sechzehner nicht attackiert, löffelte den Ball mit dem Rücken zum Auer Tor in den Strafraum, wo Angelo Rinaldi das Kopfballduell gewann und auf Rühle (37.) ablegte - 0:1.

Higl erhöht, Männel verhindert 0:3

Aue (hier Calogero Rizzuto, r.) agierte offensiv zu harmlos.
Aue (hier Calogero Rizzuto, r.) agierte offensiv zu harmlos.  © picture point/Sven Sonntag

Das hatte sich nicht nur abgezeichnet, sondern war auch verdient. Aue leistete sich zu viele Wackler und einfache handwerkliche Fehler. Symptomatisch: Zulechner rutschte häufig weg. Auch Nazarov schien sich fürs falsche Schuhwerk entschieden zu haben.

Der Regionalligist zeigte nicht nur in diesen Belangen, dass er besser in Tritt war und standhielt. FCE-Coach Schuster reagierte und brachte zur Pause Jan Hochscheidt für Tom Baumgart sowie nach 55 Minuten Pascal Testroet für Zulechner und damit frischen Wind. 

Das Netz zappelte jedoch auf der Gegenseite. Glück für Aue: Referee Michael Bacher entschied beim Kontertor von Felix Higl fälschlicherweise auf Abseits (73.).

Aue blieb dadurch im Spiel, ohne diesen unverhofften Strohhalm zu ergreifen. Stattdessen wurden die Gäste in der 90. Minute wieder auf der rechten Abwehrseite überspielt. Burak Coban spielte Felix Higl frei - 0:2. 

Aue-Coach Dirk Schuster (r.) konnte mit der Leistung seiner Mannschaft nicht zufrieden sein.
Aue-Coach Dirk Schuster (r.) konnte mit der Leistung seiner Mannschaft nicht zufrieden sein.  © picture point/Sven Sonntag

Männel verhinderte in der Nachspielzeit gegen Higl Schlimmeres. 

Titelfoto: Bildmontage: picture point/Sven Sonntag

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