Schalke 04 entgeht Pokal-Blamage gegen den SSV Ulm

Gelsenkirchen/Ulm - Königsblau kann doch noch siegen! Im DFB-Pokal hat sich der Bundesligist FC Schalke 04 mit 3:1 (1:0) gegen den Viertligisten SSV Ulm 1846 durchgesetzt. Die Knappen nahmen sich somit eine Auszeit von ihrer Krise in der Bundesliga, während sich die Schwaben nun ganz auf die Regionalliga konzentrieren können.

Schalkes Coach Huub Stevens mit skeptischem Blick am Rande des Spiels gegen den SSV Ulm.
Schalkes Coach Huub Stevens mit skeptischem Blick am Rande des Spiels gegen den SSV Ulm.  © Guido Kirchner/dpa

Suat Serdar erzielte in Gelsenkirchen das 1:0 für S04 (27. Minute), ehe Benito Raman mit dem Doppelpack auf 2:0 (51.) und 3:0 (62.) stellte. Johannes Reichert besorgte immerhin noch den Treffer zum 1:3 (82.).

Im Vergleich zur 1:2-Heimpleite gegen den KSV Hessen Kassel änderte SSV-Coach Holger Bachthaler seine Startelf auf drei Positionen und schickte Albano Gashi, Nicolas Jann und Marcel Schmidts für Felix Higl, Jonas Kehl und Adrian Beck ins Rennen.

Schalke-Trainer Huub Stevens schmiss im Gegensatz zur Pleite gegen Arminia Bielefeld sogar regelrecht die Rotationsmaschine an und tauschte fünfmal.

Er nahm Omar Mascarell, Ozan Kabak, Hamza Mendyl, Nassim Boujellab sowie Salif Sané raus und brachte Kilian Ludewig, Timo Becker, Steven Skrzybski, Amine Harit und Matija Nastasic.

Es war eine Pokalbegegnung, bei der es besonders schmerzte, dass sie vor einer Geisterkulisse ausgetragen werden musste.

Kaum auszudenken, wie brachial die Stimmung kurz vor Weihnachten im Ulmer Donaustadion gewesen wäre. Stattdessen tauschte man aus Kostengründen das Heimrecht und die Schwaben mussten in der leeren Veltins-Arena ran.

Mit dieser Startelf ging der FC Schalke 04 die DFB-Pokal-Partie gegen den SSV Ulm 1846 an

Suat Serdar erzielte gegen den SSV Ulm das 1:0 für Schalke

Schalkes Steven Skrzybski (l.) wehrt sich gegen Ulms Albano Gashi.
Schalkes Steven Skrzybski (l.) wehrt sich gegen Ulms Albano Gashi.  © Guido Kirchner/dpa

Dass die Königsblauen in einer tiefen Krise stecken, spielte dabei für den Tabellensechsten der Regionalliga Südwest keine Rolle. Der Underdog richtete den Fokus lieber auf sich selbst: Man wolle es S04 so schwer wie möglich machen, sagte Coach Bachthaler im Vorfeld der Partie.

Dies gelang seinen Schützlingen auch, die Schalke 04 von Beginn an auf Augenhöhe begegneten. Noch mehr: Der schwäbische Außenseiter riss das Geschehen an sich und ließ Ball und Gegner laufen.

Richtig gefährlich wurde der SSV dann in der 13. Minute: Ein langer Pass erreichte Jann, der in den Strafraum eindrang, doch dessen harmlosen Abschluss konnte S04-Schlussmann Ralf Fährmann problemlos parieren.

Bei Königsblau lief dagegen zunächst gar nichts zusammen. Sie taten sich gegen aufopferungsvolle Schwaben brutal schwer.

Bis sich Serdar ein Herz fasste! Der 23-Jährige erzielte mit einem Distanzschuss aus circa 25 Metern das 1:0 für die Knappen (27.).

Benito Raman mit dem Doppelpack für Schalke 04 gegen den SSV Ulm

Schalkes Suat Serdar (l.) und Ulms Burak Coban kämpfen um den Ball.
Schalkes Suat Serdar (l.) und Ulms Burak Coban kämpfen um den Ball.  © Guido Kirchner/dpa

Ein Rückstand aus dem Nichts, durch den sich die Ulmer nicht beirren ließen. Sie waren weiterhin die bessere Mannschaft. Weil sie es allerdings nicht in Zählbares ummünzten, ging es mit dem 1:0 für Schalke in die Pause.

Zu Beginn der zweiten Hälfte wollten es dann die Ulmer nochmal wissen und liefen S04 früh und konsequent an. Dadurch erarbeiteten sie sich die nächste Chance: Robin Heußer zog aus zentraler Position ab, doch Fährmann parierte (46).

Besser machte es Schalke: Ulms Schlussmann Maximilian Reule klatschte einen Schuss von Amine Harit nach vorne ab, Raman reagierte am schnellsten und wuchtete das Leder ins schwarz-weiße Netz zum 2:0 (51.).

Damit war die Gegenwehr der Schwaben gebrochen und die Königsblauen spielten sich zumindest in Ansätzen etwas Frust von der Seele. So setzte Skrzybski Raman in Szene, der die Kugel aus spitzem Winkel im langen Eck versenkte - 3:0 (62.).

In der Schlussphase warf der SSV alles nach vorne und wurde dafür belohnt. Nach einem Foul von Thiaw gab es Elfmeter für die Ulmer, den ihr Kapitän Reichert im Nachschuss zum 1:3 verwandelte (82.).

Mehr gelang dem schwäbischen Außenseiter jedoch nicht mehr, weshalb die Schalker ins Achtelfinale des DFB-Pokals einzogen.

Titelfoto: Guido Kirchner/dpa

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