RB Leipzigs DFB-Pokalgegner Bochum schmollt nach Auslosung: "Hätte besser laufen können!"

Leipzig - Dickes Losglück für RB Leipzig im DFB-Pokal! Am Sonntagabend wurde der Achtelfinalgegner der Sachsen bestimmt, es ist "nur" Zweitligist VfL Bochum, gegen den man zudem erstmals seit zwei Jahren wieder Heimrecht genießt (TAG24 berichtete).

Nach dem Siegtreffer beim VfB Stuttgart am Samstag gab es für Tyler Adams, Torschütze Dani Olmo und Emil Forsberg (v.l.n.r.) kein Halten mehr.
Nach dem Siegtreffer beim VfB Stuttgart am Samstag gab es für Tyler Adams, Torschütze Dani Olmo und Emil Forsberg (v.l.n.r.) kein Halten mehr.  © Picture Point/Roger Petzsche

Es ist ein ganzes Stück her, dass man nach einer Auslosung im DFB-Pokal das Wort "Losglück" im selben Atemzug mit "RB Leipzig" nennen konnte. Doch diesmal war Skisprung-Legende Sven Hannawald (46) für die Roten Bullen tatsächlich die vielumschriebene Losfee und keine Loshexe.

Dass es für die Bochumer am 2. oder 3. Februar in der Runde der letzten 16 Teams nun in die Red Bull Arena geht, sorgte beim aktuell starken Tabellenvierten der 2. Bundesliga nicht gerade für Freudensprünge an der Castroper Straße.

"Leichte Gegner gibt es in einem Achtelfinale sowieso nicht, das war klar", sagte Sebastian Schindzielorz (41), Geschäftsführer Sport. "Es hätte aber sicherlich (...) ein bisschen besser laufen können. Leipzig ist eines der absoluten Topteams in Deutschland. Das wird ein hochinteressantes Duell für uns."

Der VfL hatte es in der 1. Runde mit dem rheinland-pfälzischen Oberligisten FV Engers zu tun, fuhr dort einen 3:0-Arbeitssieg ein. Schon da hatte RB mit dem 1. FC Nürnberg um den motivierten Ex-Leipzig-Trainer Robert Klauß (35) eine der schwersten Hürden gezogen, diese aber mit Bravour (3:0) gemeistert.

In der 2. Runde ließen die Leipziger den FC Augsburg auswärts ebenfalls mit 3:0 stehen, während Bochum das Elfmeterschießen bei Bundesligist 1. FSV Mainz 05 überraschend gewann.

RB Leipzig freut sich: Endlich wieder ein Pokal-Heimspiel!

Die Bochumer Anthony Losilla (l.) und Robert Tesche kommen Anfang Februar zum RB Leipzig.
Die Bochumer Anthony Losilla (l.) und Robert Tesche kommen Anfang Februar zum RB Leipzig.  © David Inderlied/dpa

Dass RB Leipzig gegen Bochum zu Hause spielen kann, ist statistisch gesehen eine halbe Sensation.

Nach zwei Auswärtsspielen in dieser Saison gab es 2019/20 drei Duelle auf fremden Plätzen. Den VfL Osnabrück (3:2) und den VfL Wolfsburg (6:1) konnte man schlagen, Eintracht Frankfurt (1:3) nicht. Ein Heimspiel gegen ein klassentieferes Team gab es für die Bullen generell noch nie.

Seit dem Bundesliga-Aufstieg 2016/17 trat man in 13 Partien zehnmal auswärts an. Hinzu kommt das Pokalfinale 2019 im Berliner Olympiastadion (0:3 gegen FC Bayern München).

Die Bochumer jedenfalls glauben an ihre Chance. "Pokalnächte können magisch sein, das haben wir in Mainz wieder erleben dürfen", so Bochums Sport-Geschäftsführer Schindzielorz. "Wir werden alles versuchen, um die Chancen, die sich uns in Leipzig bieten, zu nutzen."

Und RB-Sportdirektor Markus Krösche (40) sieht auf seinen Klub "ein hartes Stück Arbeit" zukommen, "denn sie sind kämpferisch stark und haben nichts zu verlieren".

Titelfoto: Bildmontage: David Inderlied/dpa, Picture Point/Roger Petzsche

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