Yuya Osako schießt Werder Bremen in Regensburg ins Pokal-Halbfinale!

Regensburg - Große Erleichterung beim SV Werder Bremen! Die Grün-Weißen haben die Hürde SSV Jahn Regensburg genommen und sind nach einem umkämpften DFB-Pokal-Viertelfinale dank eines 1:0 (0:0)-Sieges ins Halbfinale eingezogen.

Das goldene Tor: Werder-Angreifer Yuya Osako (l.) nahm den Chip-Pass von Marco Friedl (nicht im Foto) mit der Brust an und schoss ihn in einer fließenden Bewegung in die linke untere Ecke.
Das goldene Tor: Werder-Angreifer Yuya Osako (l.) nahm den Chip-Pass von Marco Friedl (nicht im Foto) mit der Brust an und schoss ihn in einer fließenden Bewegung in die linke untere Ecke.  © dpa/Armin Weigel

Die Defensivspezialisten von der Weser blieben auch im vierten K.o.-Duell der Saison ohne Gegentor und dürfen nun von ihrem siebten Cup-Coup träumen. Der kämpferisch starke Zweitligist, der sich durch die Runden zuvor jeweils im Elfmeterschießen erstmals bis ins Viertelfinale gezittert hatte, kann sich nun ganz auf den Kampf um den Klassenerhalt konzentrieren.

Yuya Osako (52. Minute) war mit seinem ersten Saisontor für die erst nach der Pause drängenden Bremer erfolgreich.

Im Halbfinale am 30. April könnte Werder gegen RB Leipzig die erste Final-Reise nach Berlin seit 2010 buchen.

Im zweiten Halbfinale am 1. Mai will sich Borussia Dortmund nicht von Regensburgs Liga-Konkurrenten Holstein Kiel aufhalten lassen.

Werder wollte unbedingt dieses Erfolgserlebnis in der nach mehreren Regensburger Corona-Fällen Anfang März verschobenen Pokal-Partie. Es sollte schließlich auch für die Bundesliga Auftrieb geben, in der in den wegweisenden Wochen für den Klassenverbleib zunächst die Schwergewichte Leipzig und Dortmund warten.

Kurzfristig mussten die Bremer auf Verteidiger Ömer Toprak verzichten, der angereist war, aber mit Rückenproblemen aussetzen musste. Kapitän Niklas Moisander rückte dafür in die Innenverteidigung. Josh Sargent ersetzte im Sturm Niclas Füllkrug, der wegen eines gebrochenen Zehs fehlte.

Startelf des SSV Jahn Regensburg für das DFB-Pokal-Spiel gegen den SV Werder Bremen

Anfangsformation des SV Werder Bremen für das Spiel beim SSV Jahn Regensburg

Yuya Osako entscheidet das enge Pokal-Duell für den SV Werder Bremen

Großer Jubel bei den Bremern: Sie zogen ins Halbfinale ein und treffen dort auf RB Leipzig.
Großer Jubel bei den Bremern: Sie zogen ins Halbfinale ein und treffen dort auf RB Leipzig.  © dpa/Armin Weigel

Die Bremer hatten spielerische Vorteile, die Regensburger traten defensiv jedoch sehr organisiert auf. Werder fehlte das Tempo, um Lücken in der Deckung offenzulegen. Torchancen? Mangelware!

So gut wie keine Aufwärmgelegenheiten ergaben sich für die Keeper Alex Meyer und Jiri Pavlenka. Nur Milot Rashica (26. Minute) versuchte es für Werder in Durchgang eins mit einem zielstrebigen Schuss, den hatte Meyer jedoch ganz sicher. Und die Regensburger? Noch harmloser. Andreas Albers (41.) scheiterte mit einem Seitfallzieher nach einer exakten Flanke von Benedikt Saller.

Die zweite Halbzeit nahm sofort Fahrt auf. Nach einem schnell ausgeführten Einwurf von Sebastian Stolze zielte der dänische Stürmer Albers (48.) aus zehn Metern knapp über Pavlenkas Kasten. Dann schepperte es - jedoch nur am Aluminium. Moisanders (50.) Kopfball krachte nach einer Ecke an den Pfosten.

Mit einem zentimetergenauen, langen Ball überrumpelte dann Marco Friedl die komplette Deckung der Oberpfälzer, Osako nahm die Kugel mit der Brust auf und vollendete aus der Drehung. Die Bremer überbrückten nun immer wieder schnell das Mittelfeld. In der 66. Minute scheiterte Osako mit der Entscheidung frei vor Meyer.

Die Regensburger hielten dagegen. "Kommt, Jungs", riefen sie sich zu. Im Angriff fanden sie aber einfach kein Mittel gegen die sichere Werder-Verteidigung, die in der Schlussphase doch noch wackelte - aber dicht hielt. Vor allem in der 89. Minute wurde es ganz turbulent im Bremer Strafraum, die Gäste konnten mit vereinten Kräften von der Linie schlagen.

Titelfoto: dpa/Armin Weigel

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