DFB nimmt "umfassende Änderungen" im Spielbetrieb vor!

Deutschland - Reaktion auf die Corona-Krise! Der DFB hat "umfassende Änderungen der Spiel- und Jugendordnung" vorgenommen. 

Der DFB reagiert auf die Corona-Krise. (Symbolbild)
Der DFB reagiert auf die Corona-Krise. (Symbolbild)  © Arne Dedert/dpa

Das gab der Deutsche Fußball-Bund in einer Mitteilung bekannt. 

Darin wurde erklärt: "Das vom DFB-Vorstand beschlossene Maßnahmenpaket beinhaltet neben einem vorübergehend veränderten Vorgehen bei Insolvenzfällen unter anderem die Möglichkeit, zeitliche Veränderungen für das Ende der Spielzeit 2019/2020 und den Beginn der Saison 2020/2021 vorzunehmen."

Die Saison kann also in allen Spielklassen auch über den 30. Juni 2020 hinaus verlängert werden.

Außerdem könnten "in diesem Zuge die zuständigen Verbände weitere Regularien passend angleichen, beispielsweise zu Spielberechtigungen, Wechselfristen oder Vertragsspielerinnen und -spielern."

Weiter heißt es: "Dies hat gleichzeitig Auswirkungen auf Spielberechtigungen, Wechselperioden, das Aufrücken in höhere Altersklassen im Jugendbereich sowie auf Verträge von Vertragsspielerinnen und Vertragsspielern oder Abmeldefristen für Amateurspielerinnen und Amateurspieler. All diese Bereiche können ebenfalls angepasst werden, sollten sich Ende und Anfang der Spieljahre 2019/2020 und 2020/2021 verschieben."

Gültig sind diese Änderungen "bis zum 30. Juni 2021". Mit Beginn der darauf folgenden Saison sollen die "vorherigen Bestimmungen" wieder "in Kraft treten."

Einer der "weitreichendsten Eingriffe in die Spielordnung" in "der Geschichte des DFB"

DFB-Vizepräsident Spielbetrieb Peter Frymuth bezeichnet den Beschluss als "großen und sehr wichtigen Schritt". (Archivbild)
DFB-Vizepräsident Spielbetrieb Peter Frymuth bezeichnet den Beschluss als "großen und sehr wichtigen Schritt". (Archivbild)  © Philipp von Ditfurth/dpa
Auch die Größenordnung dieser Veränderungen wurde verdeutlicht: "Es handelt sich um einen der weitreichendsten Eingriffe in die Spielordnung und Jugendordnung in der Geschichte des DFB." 

Peter Frymuth, DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung, sagt dazu: "Wir haben mit diesem Beschluss einen großen und sehr wichtigen Schritt gemacht."

Er danke allen für die "schnelle und gleichzeitig sorgfältige Umsetzung." Denn "die Erarbeitung folgte zwei übergeordneten Zielsetzungen: Zum einen ging es um größtmögliche Flexibilität in der aktuellen Krisensituation, zum anderen um Erleichterungen für die Vereine. Damit ist eine gute Grundlage geschaffen, um die nächsten Herausforderungen in dieser besonderen Zeit anzugehen."

Dr. Rainer Koch, als 1. DFB-Vizepräsident Amateure auch zuständig für Recht und Satzungsfragen, erklärt: "Die Covid-19-Pandemie hat den Spielbetrieb auf weiterhin unbestimmte Zeit stillgelegt. Das Maßnahmenpaket gibt vor allem den für den Amateurspielbetrieb zuständigen 21 Landes- und fünf Regionalverbänden nun statuarisch die Möglichkeit, so flexibel wie möglich auf diese Ausnahmesituation und neue Entwicklungen zu reagieren."

Auch die Insolvenzregelung wurde gelockert

1. DFB-Vizepräsident Amateure Rainer Koch glaubt, dass das Maßnahmenpaket die Flexibilität in dieser Ausnahmesituation erhöht. (Archivbild)
1. DFB-Vizepräsident Amateure Rainer Koch glaubt, dass das Maßnahmenpaket die Flexibilität in dieser Ausnahmesituation erhöht. (Archivbild)  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Hinsichtlich möglicher Insolvenzfälle bedeutet das: "Bei Stellung eines Insolvenzantrags während der laufenden Saison wird kein Punktabzug in den genannten Wettbewerben verhängt."

Bisher waren es "neun Punkte in den Männer-Spielklassen beziehungsweise sechs Punkte in den Frauen-Spielklassen in der betreffenden Saison".

Wenn nun "der Fall in der Saison 2020/2021" eintritt, "werden in den Spielklassen der Männer dem jeweiligen Klub drei Punkte abgezogen, in den Frauen-Spielklassen wären es zwei Zähler."

Dazu wurde erklärt: "Für Spielklassen unterhalb der Regionalliga der Männer und 2. Frauen-Bundesliga besagen die Statuten, dass bei Eröffnung des Insolvenzverfahrens oder Ablehnung der Eröffnung des Verfahrens mangels Masse die klassenhöchste Mannschaft des Vereins automatisch ans Ende der Tabelle gesetzt wird und als Absteiger feststeht."

Nun heißt es: "Von dieser Regelung können die zuständigen Regional- und Landesverbände nun abweichende Regelungen für ihre Spielklassen treffen - mit maximaler Gültigkeit bis 30. Juni 2021."

Titelfoto: Arne Dedert/dpa

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