DFB positioniert sich zu Katar: WM könne "Motor einer positiven Entwicklung" sein

Frankfurt/Doha (Katar) - Der Deutsche Fußball-Bund hat sein Bekenntnis zu den Menschenrechten bekräftigt und einen Rahmen zur Umsetzung damit verbundener Prozesse geschaffen.

Die Spieler der deutschen Nationalmannschaft stehen zusammen und bilden den Schriftzug "Human Rights".
Die Spieler der deutschen Nationalmannschaft stehen zusammen und bilden den Schriftzug "Human Rights".  © dpa/AFP-POOL/Tobias Schwarz

Das Präsidium verabschiedete am heutigen Freitag sowohl die DFB-Menschenrechts-Policy als auch die "Position des DFB zur FIFA Fußball-Weltmeisterschaft Katar 2022".

"Menschenrechte sind nicht verhandelbar", sagte DFB-Präsident Fritz Keller laut Mitteilung. Bereits beim Bundestag 2019 sei die Achtung aller international anerkannten Menschenrechte in die DFB-Satzung aufgenommen worden.

Die Menschenrechts-Policy enthalte "Grundsätze und Ausführungen zu Aspekten menschenrechtlicher Sorgfalt im DFB und einen Annex mit konkreten thematischen Handlungs- und Umsetzungsfeldern".

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In seiner Position zu Katar vertritt der DFB die Überzeugung, "dass der Sport über politische, religiöse und kulturelle Grenzen hinweg Brücken bauen und Grundlagen für Verbesserung schaffen kann".

Die Fußball-WM im Ende 2022 könne "als Motor zu einer positiven Entwicklung in Katar beitragen".

Die deutsche Nationalmannschaft hatte sich Ende März vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Island in Duisburg mit der Aufschrift "Human Rights" (Menschenrechte) präsentiert.

Damit zielte das Team auch auf die Arbeitsbedingungen im WM-Gastgeberland Katar ab.

Titelfoto: dpa/AFP-POOL/Tobias Schwarz

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