DFB-Ethikkommission fordert in Hopp-Konflikt zu Dialog auf

Frankfurt/Sinsheim - Die Ethikkommission des Deutschen Fußball-Bunds hat die Fans, Vereine und den DFB selbst dazu aufgefordert, im Streit um die Schmähungen von Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp (80) weiter den Dialog zu suchen.

Dietmar Hopp (80) ist der Mäzen des Fußball-Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim.
Dietmar Hopp (80) ist der Mäzen des Fußball-Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim.  © Uwe Anspach/dpa

Der Konflikt um den 80-Jährigen zeige, dass teilweise keine Einigkeit mehr darüber bestehe, was im Umgang miteinander "statthaft" sei, hieß es in einer Mitteilung der Kommission am Donnerstag auf der DFB-Internetseite.

"Diesen Konsens über eine gewaltfreie Fan- und Fußballkultur wiederherzustellen, muss das Ziel sein. Alleine mit repressiven Maßnahmen wird sich ein solcher Konsens aber nicht herstellen lassen", erklärte das Gremium.

Hopp, der Gesellschafter von Bundesligist TSG 1899 Hoffenheim, war vor der Corona-Pause wochenlang in deutschen Fußball-Stadien angefeindet worden.

Auslöser der Eskalation war eine Entscheidung des DFB-Sportgerichts. Dieses hatte eine Bewährung für Fans von Borussia Dortmund wegen fortgesetzter Hassplakate gegen Hopp aufgehoben.

Ultras von Borussia Mönchengladbach zeigen am 23. Spieltag bei der Partie gegen die TSG Hoffenheim ein Transparent mit dem Konterfei von Dietmar Hopp, woraufhin Schiedsrichter Brych das Spiel unterbrochen hatte.
Ultras von Borussia Mönchengladbach zeigen am 23. Spieltag bei der Partie gegen die TSG Hoffenheim ein Transparent mit dem Konterfei von Dietmar Hopp, woraufhin Schiedsrichter Brych das Spiel unterbrochen hatte.  © Roland Weihrauch/dpa

Die Folge: Alle BVB-Anhänger sind für die nächsten zwei Jahre von Pflichtspielen ihres Clubs in der PreZero Arena in Sinsheim ausgeschlossen.

Titelfoto: Roland Weihrauch/dpa

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