Streit um Fortsetzung der Dritten Liga: Baden-Württemberg widerspricht DFB

Mannheim - Der Streit in der 3. Fußball-Liga mit Forderungen von Waldhof Mannheim an den DFB ebbt auch nach dem klaren Votum für eine Saison-Fortsetzung nicht ab. 

Das Stadion des SV Waldhof Mannheim.
Das Stadion des SV Waldhof Mannheim.  © Michael Deines/DPA

In einer Stellungnahme widerspricht das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württembergs dem Deutschen Fußball-Bund. 

"Es gibt vonseiten des Sportministeriums keine Vorgabe, dass die Kosten für das Hygienekonzept und die damit verbundenen Maßnahmen die Vereine zu tragen haben", stellte das Ministerium in der "Rheinpfalz" klar.

Der Dachverband hatte am vergangenen Samstag erklärt: "Dem DFB wurde am 15. Mai nach Abstimmungen zwischen dem baden-württembergischen Kultus- und Sozialministerium seitens beider Behörden bestätigt, dass die Kosten der mit dem Hygienekonzept verbundenen Maßnahmen von den einzelnen Vereinen zu tragen sind. Diese Bestätigung wurde nun noch einmal bekräftigt."

Der SV Waldhof Mannheim hatte zuvor zwei Rechnungen in einer Gesamthöhe von 79.000 Euro an den DFB zur Begleichung weitergeleitet. 

Am Samstag soll die Dritte Liga weitergehen

Die Kosten waren durch die Umsetzung des Hygiene-Konzepts des Verbandes entstanden, das Voraussetzung für die Fortsetzung der Spielzeit ist.

Der Club hatte sich auf eine Verordnung des Landes berufen. "Die Kosten für das Konzept (...), insbesondere für die Testungen (...), trägt die für die Durchführung des Wettbewerbs- oder Wettkampfbetriebs verantwortliche Organisation", heißt es darin.

Das Land lässt offen, wer die zuständige Organisation ist und die Kosten zu übernehmen hat. Die Verordnung besage, "dass für diese Kosten nicht das Land aufkommt", teilte das Ministerium mit.

Am Samstag soll der erste Drittliga-Spieltag nach der coronabedingten Unterbrechung starten, der SV Waldhof trifft auf den KFC Uerdingen.

Titelfoto: Michael Deines/DPA

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