DFB-Zahlen: Immer mehr Spielabbrüche im Amateurfußball!

Deutschland - Keine gute Entwicklung! Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat in der zurückliegenden Amateurfußball-Saison erstmals eine Zunahme der Spielabbrüche registriert.

Die Schiedsrichter brachen in der Saison 2021/22 insgesamt 911 Amateurfußballspiele vorzeitig ab.
Die Schiedsrichter brachen in der Saison 2021/22 insgesamt 911 Amateurfußballspiele vorzeitig ab.  © dpa/Fredrik von Erichsen

2021/22 hätten die Schiedsrichter 911 Partien vorzeitig beenden müssen, teilte der DFB am Mittwoch mit. So viele wie noch nie in einer Saison.

"Erstmals müssen wir einen Anstieg bei den Spielabbrüchen feststellen, wobei wir uns immer noch im Promillebereich bewegen", sagte DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann (61).

Die über die vergangenen Jahre stabile Quote der Abbrüche stieg von 0,05 auf 0,075 Prozent. Umgerechnet bedeutet das: Im Schnitt wurde jede 1339. Begegnung in der vergangenen Saison abgebrochen. Der DFB erstellt seit 2014/15 ein Lagebild des Amateurbereichs.

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Über Online-Spielberichtsbögen wurden in der zurückliegenden Saison 1.219.397 Begegnungen im Amateurfußball erfasst und vom Verband ausgewertet. Bei den erfassten Partien wurden 5 582 Vorfälle, davon 3.544 Gewalthandlungen und 2 389 Diskriminierungen seitens der Schiedsrichter gemeldet.

"Diese Vorfälle bleiben im Vergleich zu den Vorjahren relativ konstant, aber die Spielabbrüche sind auf einem Höchststand", so Zimmermann. Als Gewalthandlung gelten körperliche Angriffe, beispielsweise durch Schlagen, Treten oder Spucken.

Eine Diskriminierung liegt vor, wenn eine Person oder Gruppe durch eine herabwürdigende Äußerung, Geste oder Handlung in Bezug auf Hautfarbe, Sprache, Herkunft, Religion, sexuelle Identität, das Geschlecht oder Alter in der Würde verletzt wird.

Titelfoto: dpa/Fredrik von Erichsen

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