Ex-Sportdirektor Dutt rechnet mit dem DFB ab: Flick und Bierhoff nicht das Problem!

Frankfurt am Main - Harte Kritik und warme Worte! Der frühere DFB-Sportdirektor Robin Dutt (57) hat Bundestrainer Hansi Flick (57) und Geschäftsführer Oliver Bierhoff (54) nach dem erneuten Vorrunden-Aus bei der Fußball-WM in Katar in Schutz genommen, den DFB hingegen deutlich kritisiert.

Für den ehemaligen DFB-Sportdirektor Robin Dutt (57) hat das Scheitern der Nationalmannschaft bei der WM in Katar nur wenig mit Oliver Bierhoff (54) oder Hansi Flick (57) zu tun.
Für den ehemaligen DFB-Sportdirektor Robin Dutt (57) hat das Scheitern der Nationalmannschaft bei der WM in Katar nur wenig mit Oliver Bierhoff (54) oder Hansi Flick (57) zu tun.  © Swen Pförtner/dpa

"Wir versuchen, dieses Pflaster mit einem neuen Trainer auszuwechseln - ich hoffe sehr, dass wir das nicht machen, denn die Wunde darunter eitert und blutet weiter", sagte Dutt in einem Sky-Interview.

"Der Trainer ist ganz sicher nicht das Problem, denn dann suchen wir auch in 16 Jahren noch nach einem Weltmeistertitel", so der 57-Jährige weiter.

Dutt, derzeit als Coach beim Wolfsberger AC in Österreich tätig, war 2012/13 als Nachfolger von Matthias Sammer (55) ein gutes Jahr lang Sportdirektor beim Deutschen Fußball-Bund, ehe er wieder als Trainer zu Werder Bremen ging.

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Er habe schon damals auf die Probleme besonders in der Ausbildung hingewiesen und mehr Tempo innerhalb des Verbandes gefordert.

"Oliver Bierhoff war damals komplett meiner Meinung", sagte Dutt und nahm damit auch den nach dem Scheitern in Katar stark kritisierten Geschäftsführer Nationalmannschaften und Akademie in Schutz.

"Der DFB als gesamter Apparat muss sich bewegen. Mit Joti Chatzialexiou (46) ist ein Mann dabei, der schon damals mitgekämpft hat und ihn muss man jetzt mit aller Macht unterstützen", sagte Dutt über den Sportlichen Leiter Nationalmannschaften. Insgesamt dauere es beim DFB einfach zu lange, ehe Dinge umgesetzt würden.

Titelfoto: Swen Pförtner/dpa

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