Rummenigge als DFB-Chef? "Werde ich mir gesichert nicht antun"

München - Der frühere Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge (66) hat sich beim krisengeschüttelten Deutschen Fußball-Bund (DFB) erneut für einen tiefgreifenden Neuanfang ausgesprochen.

Ex-Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge (66) wünscht sich eine neue DFB-Spitze.
Ex-Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge (66) wünscht sich eine neue DFB-Spitze.  © Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

"Es ist ganz wichtig, dass gewisse Personen aus dem Umfeld des DFB, die da permanent Unruhe geschürt haben, intern wie extern, einfach bitte ihren Hut nehmen und nicht versuchen, über die Hintertür zurückzukommen", sagte Rummenigge am Sonntag dem TV-Sender Bild.

"Ein Neubeginn ist dringend notwendig und für einen Neubeginn sollten wirklich alle Platz machen, die jahrelang auch für eine gewisse Unruhe mitverantwortlich waren", befand Rummenigge weiter.

Der 66-Jährige sprach in diesem Zusammenhang von DFB-Schatzmeister Stephan Osnabrügge, der nicht zur Wiederwahl antreten wird, und auch von DFB-Vizepräsident Rainer Koch.

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Koch führt mit Peter Peters derzeit interimsmäßig den DFB, will aber nicht mehr für das Amt kandidieren. Peters möchte bei entsprechender Unterstützung selber DFB-Präsident werden.

"Wir brauchen eine Persönlichkeit, die von beiden Parteien akzeptiert wird", sagte Rummenigge über das Lager der Amateure und der Profis. "Man muss einen Mann oder eine Frau finden, die erstens wieder Ruhe reinbringen und zweitens dieses Amt mit Persönlichkeit begleiten."

Rummenigge versicherte erneut, dass der Chefposten beim DFB nach seinem Ausscheiden beim FC Bayern für ihn nicht infrage kommt.

"Das kann machen, wer will, das ist aber nichts, was ich mir unter Lebensqualität vorstelle", betonte er. "Den DFB werde ich mir gesichert nicht antun."

Titelfoto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

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