Einschneidende Bundesliga-Änderung: Ex-DFL-Chef Rettig fordert drastischen Schritt

Frankfurt am Main - Die Deutsche Fußball Liga trifft sich am Dienstag zu einem zukunftsweisenden Nachhaltigkeitsgipfel in Berlin. Ex-DFL-Chef Andreas Rettig (59) schlug in einem Interview am Montag bereits einen außergewöhnlichen Schritt vor.

Der ehemalige DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig (59) fordert mehr Nachhaltigkeit bei der Spielplan-Erstellung.
Der ehemalige DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig (59) fordert mehr Nachhaltigkeit bei der Spielplan-Erstellung.  © Christian Charisius/dpa

Der ehemalige Geschäftsführer der DFL setzt sich dafür ein, dass der Bundesliga-Spielplan aus ökologischen Gründen komplett umgestellt werden sollte.

"Ich glaube nicht, dass der Spielplan noch lange gegen die Natur aufgestellt werden kann", so Rettig in einem Interview mit der "Rhein-Neckar-Zeitung".

Seit der Saison 2007/2008 ist beispielsweise eine Rasenheizung Pflicht für alle Vereine der 1. und 2. Bundesliga. Diese Heizmöglichkeiten seien laut Rettig eine gigantische Umweltsünde.

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Doch eine kleine Umstellung könnte das wenig nachhaltige Klima-Problem mit einem Schlag so gut wie beseitigen.

"Wir schaffen künstliche Veranstaltungen, Frostfreiheit, damit auch im Winter Brot und Spiele inszeniert werden können. Warum stellen wir stattdessen nicht aufs Kalenderjahr um?", merkt der vormalige Geschäftsführer mehrerer Bundesligaklubs kritisch an.

Eine einfache Lösung hat Andreas Rettig auch gleich parat: Die DFL solle die Pflichtspiele der Profiligen von März bis Dezember austragen, um so riesige Mengen an Öl und Gas einzusparen. Eine innovative Idee, der man beim Berliner DFL-Nachhaltigkeitsgipfel unbedingt Beachtung schenken sollte.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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