Kritik an DFL-Plänen zu Geisterspielen: "Überheblich und arrogant"!

Berlin - Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat Kritik an den Plänen der Deutschen Fußball Liga (DFL) zur baldigen Austragung von Geisterspielen geäußert. 

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz um Vorstand Eugen Brysch (57) kritisiert die DFL.
Die Deutsche Stiftung Patientenschutz um Vorstand Eugen Brysch (57) kritisiert die DFL.  © Frank Rumpenhorst/Deutsche Stiftung Patientenschutz/dpa

"Es ist überheblich und arrogant, in welcher Art und Weise sich die Deutsche Fußball Liga die Priorität für Covid-19-Testungen sichern will. Angesichts des Leides der Corona-Krise ist das unanständig", sagte Vorstand Eugen Brysch im Interview mit dem Online-Nachrichten-Angebot des ZDF.

Demgegenüber hatte DFL-Boss Christian Seifert erst am Donnerstag wiederholt betont, keine Sonderrolle für den Fußball zu beanspruchen und die Entscheidung zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs den politischen Entscheidungsträgern zu überlassen. 

Auch hatte es in den vergangenen Tagen wiederholt Berichte gegeben, dass die Labore gar nicht ausgelastet sind. 

Die DFL hatte dazu eine Kooperationsvereinbarung mit insgesamt fünf Laborverbänden abgeschlossen, die versichert hatten, dass die derzeitigen Kapazitäten ausreichend sind und durch Covid-19 keine Limitierung der Testkapazitäten auftreten. 

Die DFL rechnet mit rund 20.000 Tests zur Durchführung der restlichen Spieltage.

Bundesliga möchte ab Mai die Saison fortsetzen

Am 9. Mai könnte die Bundesliga nach fast zwei Monaten Corona-Auszeit ihre Saison fortsetzen. Dieses Datum hatten die Ministerpräsidenten Markus Söder (Bayern) und Armin Laschet (Nordrhein-Westfalen) am Montag in der Live-Sendung der "Bild" ins Gespräch gebracht.

"Solche Deals werden auch dann nicht besser, wenn sie den Segen des Bundesgesundheitsministers und einiger Ministerpräsidenten hätten", ergänzte Brysch, der die Politik aufforderte, sich für "die systematische Testung der Risikopatienten, ihrer Angehörigen, der Pflegekräfte und Ärzte" einzusetzen.

Titelfoto: Frank Rumpenhorst/Deutsche Stiftung Patientenschutz/dpa

Mehr zum Thema DFL:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0