Dynamo im Freudentaumel, Erzgebirge Aue ganz schwach!

Deutschland - Was für ein packendes Fußball-Wochenende! Beginnen wir mit der SG Dynamo Dresden, die sich vorzeitig den Aufstieg in die 2. Bundesliga mit einem sehr souveränen 4:0 (2:0) gegen Türkgücü München sicherte.

Erleichterung und Freude bei Dynamo Dresden: Die SGD hat gezeigt, dass der Abstieg nur ein Betriebsunfall war und steht vorzeitig als Aufsteiger in die 2. Bundesliga fest.
Erleichterung und Freude bei Dynamo Dresden: Die SGD hat gezeigt, dass der Abstieg nur ein Betriebsunfall war und steht vorzeitig als Aufsteiger in die 2. Bundesliga fest.  © Lutz Hentschel

Trotz einiger kurzer Schwächephasen ist diese Krönung des komplizierten Jahres hochverdient. Die Schwarz-Gelben stellen - gerade in der Breite - den besten Kader aller Drittligisten und bewiesen oft, dass sie eine überragende Mannschaft haben.

Youngster wie Ransford Königsdörffer (19) oder Kevin Ehlers (20) sowie Routiniers wie Tim Knipping (28) oder zuletzt Panagiotis Vlachodimos (29): Die Mischung stimmte, obwohl auch diese Ausnahmekönner die 3. Liga nicht durchgängig dominieren konnten.

Schließlich laufen bei der Konkurrenz auch keine Blinden herum. Doch als Dynamo mit dem Rücken zur Wand stand, entließ man Trainer Markus Kauczinski (51). Eine Entscheidung, die durchaus kritisch gesehen wurde und voll in die Hose hätte gehen können, sich im Nachhinein aber als goldrichtig herausstellte. So schade das auch für den Fußball-Lehrer ist.

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Sein Nachfolger Alexander Schmidt (52) riss sein neues Team aber glücklicherweise von Beginn an mit und sorgte mit einer herausragenden Serie von fünf Siegen in sechs Liga-Spielen und meisterlichen 11:0 Toren dafür, dass die SGD nicht nur wieder in die Spur fand, sondern vorzeitig den Aufstieg feiern konnte.

Schade, dass die Turbulenzen im Großen Garten den Eindruck trübten und (wieder einmal) für Negativschlagzeilen in ganz Deutschland sorgten, die mit Dresden in Verbindung gebracht werden ...

TAG24-Fußballredakteur Stefan Bröhl beschäftigt sich in seiner Kolumne diesmal mit Dynamo Dresden und dem FC Erzgebirge Aue.
TAG24-Fußballredakteur Stefan Bröhl beschäftigt sich in seiner Kolumne diesmal mit Dynamo Dresden und dem FC Erzgebirge Aue.  © Picture Point/Sven Sonntag/Lutz Hentschel

FC Erzgebirge Aue mit furchtbarer Bilanz: Zwei Spiele, zwei Pleiten, 3:11 Tore!

Die Talfahrt des FC Erzgebirge Aue hält an. Der Verein gibt momentan kein gutes Bild ab.
Die Talfahrt des FC Erzgebirge Aue hält an. Der Verein gibt momentan kein gutes Bild ab.  © picture point/Sven Sonntag

Während Dynamo obenauf ist, sieht es beim sogenannten Kumpelverein alles andere als gut aus. Was steckt hinter der Krankmeldung von Coach Dirk Schuster (53) und dessen Assistenten Sascha Franz (47)? Und warum geht der Mannschaft des FC Erzgebirge Aue momentan die Zweitliga-Tauglichkeit ab?

Nach dem geschichtsträchtigen 3:8 gegen den SC Paderborn 07 unterlagen die Veilchen auch bei Fortuna Düsseldorf mit 0:3 und waren insgesamt chancenlos. Zwei Spiele, 3:11 Tore - eine erschütternde Bilanz für Aue!

An der dürfte auch die Unruhe rund um Schuster ihren Anteil haben. Schließlich ist von einem geschlossenen Auftreten momentan wenig zu spüren, die Außenwirkung des Vereins ist fatal.

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Man sollte sich im Erzgebirge schnell wieder auf die Stärken besinnen, für die man seit vielen Jahren in Deutschland bekannt ist: Eine echte Einheit auf und neben dem Platz sowie ein ekliger Kontrahent für die anderen Mannschaften zu sein, defensiv sicher zu stehen und vor allem: Zu wissen, wo man herkommt - und die eigenen Ziele nicht aus den Augen zu verlieren!

Schließlich ist die 2. Bundesliga für Aue die Champions League. Da sollte man die Erwartungen nicht unnötig überhöhen, wenn man sich so souverän und frühzeitig den Liga-Verbleib gesichert hat.

Titelfoto: Picture Point/Sven Sonntag/Lutz Hentschel

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