Eklat um Schiri: Aggressive Amateurkicker jagen Unparteiischen bis auf den Parkplatz

Sofia - Gewalt-Exzess im Amateur-Fußball! In einem Viertliga-Spiel in Bulgarien kam es zu widerlichen Szenen. Ein Schiedsrichter wurde von gleich mehreren Spielern angegriffen und vom Feld gejagt.

Was für traurige Szenen. Die Spieler in Grün gehen auf den Schiedsrichter los. (Bildmontage)
Was für traurige Szenen. Die Spieler in Grün gehen auf den Schiedsrichter los. (Bildmontage)  © Screenshot/Twitter ESPN. FC

Während hierzulande alle Amateur-Vereine seit Monaten keinen Ball sehen, dürfen die Fußballer in Bulgarien weiter ihrem Hobby nachgehen.

Dass das nicht jeder zu schätzen weiß und so manche obendrein deren Aggressions-Potenzial nicht im Griff zu haben scheinen, zeigen diese Szenen aus Bulgarien.

In einem Viertliga-Spiel pfiff der Unparteiische eine Aktion wegen Foulspiels ab. Einem aus seiner Sicht benachteiligten Spieler passte dies allerdings gar nicht.

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Was folgte, war ein Wortgefecht, welches kurz darauf drohte, in einem handfesten Skandal zu enden. Der wütende Spieler begann, den Schiedsrichter zu schubsen. Dieser nahm eine Abwehrhaltung ein, zeigte dem Rüpel im Rückwärtslaufen den gelben Karton.

Dies wiederum machte den Kicker noch aggressiver.

Spielabbruch und Flucht auf den Parkplatz

Schlichtungsversuche von Betreuern und Gegnern schlugen fehl, die Situation drohte zu eskalieren.

Nachdem er weiter attackiert wurde, ergriff der Schiri letztlich die Flucht, wurde dabei von mehreren Aktiven und Betreuern verfolgt.

Kurz nachdem er das Spiel nach etwa 20 gespielten Minuten abgebrochen hatte, rannte er vor mehreren Personen flüchtend auf den Parkplatz.

Ein schier unfassbar widerliches Verhalten. Welche Konsequenzen die Jagd auf den Schiri haben, ist bislang noch nicht bekannt.

Auch auf deutschen Sportplätzen gibt es immer wieder ähnliche Vorkommnisse. Erst im Herbst vergangenen Jahres wurde ein Amateurkicker aus Kempen/Krefeld für acht Jahre gesperrt, nachdem er mit 40 Meter Anlauf einen Schiedsrichter von hinten in den Nacken geschlagen hatte (TAG24 berichtete).

Der Übeltäter wurde nach seiner Sperre auch von seinem Verein ausgeschlossen.

Ob es für den bulgarischen Amateur-Rüpel eine ähnlich gelagerte Strafe gibt, bleibt abzuwarten.

Titelfoto: Screenshot/Twitter ESPN. FC

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