Kommt das Europapokal-Finalturnier nun dauerhaft?

Lissabon - Trägt die Corona-Krise entscheidend zu einer großen Änderung im Europapokal bei? UEFA-Präsident Aleksander Ceferin (52) denkt über einen möglichen Verzicht auf Hin- und Rückspiele nach und kann sich eine dauerhafte Einführung von Finalturnieren vorstellen. 

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin (52) denkt nun doch über dauerhafte Finalturniere im Europapokal nach.
UEFA-Präsident Aleksander Ceferin (52) denkt nun doch über dauerhafte Finalturniere im Europapokal nach.  © Laurent Gillieron/KEYSTONE/dpa

Das System mit einem Duell pro Begegnung erscheine "interessanter", sagte der Chef der Europäischen Fußball-Union der Nachrichtenagentur AP am Sonntag. 

"Es ist ziemlich kompliziert, ein Final 8 im Kalender unterzubringen. Aber wir haben gesehen, dass die Menschen spannende Spiele wollen, dass in einem Spiel jedes Team in der Champions League oder Europa League jedes Team schlagen kann. Deshalb ziehen wir das für die Zukunft in Erwägung. Ich denke, im September oder Oktober müssen wir anfangen, ernsthaft zu sprechen."

Vor den Finalturnieren der Königsklasse in Lissabon und der Europa League in Nordrhein-Westfalen hatte Ceferin derartige Gedankenspiele noch ausgeschlossen. 

Die UEFA hatte ihre Europapokal-Wettbewerbe wegen der Coronavirus-Pandemie an jeweils einem Standort und komplett von den Viertelfinals an mit nur einem Duell zu Ende gebracht. Der bislang bekannte Modus ist bis 2024 weitgehend festgeschrieben.

Bei einer Europapokal-Revolution müsste diskutiert werden, ab welcher Runde ein mögliches Finalturnier starten könnte. "Man wäre für eine Woche im Zentrum der Aufmerksamkeit der ganzen Welt und dies wäre fantastisch, aber wir müssen sehen", sagte Ceferin.

Titelfoto: Laurent Gillieron/KEYSTONE/dpa

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