FC Sevilla triumphiert in spektakulärem Europa-League-Finale gegen Inter Mailand!

Köln - So rasant sollten Finalspiele immer sein! Der FC Sevilla hat in einem begeisternden Europa-League-Endspiel Inter Mailand nieder gerungen und die Nerazzurri mit 3:2 (2:2) geschlagen.

Wer sonst? Natürlich brachte Romelu Lukaku Inter Mailand in Führung. Damit traf der Weltklasse-Angreifer im elften aufeinanderfolgenden Europa-League-Spiel in Folge! Bitter: er war am 3:2 für Sevilla entscheidend beteiligt.
Wer sonst? Natürlich brachte Romelu Lukaku Inter Mailand in Führung. Damit traf der Weltklasse-Angreifer im elften aufeinanderfolgenden Europa-League-Spiel in Folge! Bitter: er war am 3:2 für Sevilla entscheidend beteiligt.  © Friedemann Vogel/Pool EPA via AP/dpa

Die Tore im Kölner Rhein-Energie-Stadion erzielten Romelu Lukaku per Elfmeter zum 1:0 für Inter (5. Minute) und Luuk de Jong zum 1:1 für Sevilla (12.). 

Der frühere Stürmer von Borussia Mönchengladbach drehte die Partie mit seinem herrlichen Kopfballtor zum 2:1 für die Andalusier (33.), doch Diego Godin glich wenig später zum 2:2 für Mailand aus (36.).

Dann fälschte Lukaku einen Fallrückzieher von Sevillas Diego Carlos entscheidend zum 3:2-Endstand für den spanischen Top-Klub ab (74.).

Dieses hochspannende Duell ging ohne Abtastphase direkt mit Highlights los. Auf der einen Seite brachte Sevilla in Person von Fernando den Ball nicht im Tor unter (4.), weshalb Inter auf der anderen Seite über den bulligen und schnellen Lukaku kontern konnte.

Der belgische Nationalstürmer setzte sich gegen Diego Carlos durch, der aber verbissen dranblieb, seinen Gegenspieler erst zog und dann auch noch im Strafraum trat - berechtigter Foulelfmeter!

Diesen trat Lukaku selbst - und verwandelte ihn in die linke Ecke! Die Nerazzurri führten durch das 34. Pflichtspieltor des Weltklasse-Angreifers in dieser Saison früh mit 1:0 (5.).

Startformation des FC Sevilla gegen Inter Mailand

Anfangself von Inter Mailand gegen den FC Sevilla

Luuk de Jong mit Doppelpack für den FC Sevilla gegen Inter Mailand

Luuk de Jong (l.) bereitete der Abwehr von Inter Mailand um Innenverteidiger und 2:2-Torschützen Diego Godin einige Probleme.
Luuk de Jong (l.) bereitete der Abwehr von Inter Mailand um Innenverteidiger und 2:2-Torschützen Diego Godin einige Probleme.  © Federico Gambarini/dpa

Das ließ Sevilla jedoch nicht lange auf sich sitzen. Mehrfach deutete man über die Flügel Gefahr an, in der 12. Minute wurde dann zugeschlagen. Kapitän Jesus Navas flankte an den ersten Pfosten, wo Sturmtank de Jong schneller schaltete als Mailands erfahrener Abwehrchef Godin und wuchtig zum 1:1-Ausgleich einköpfte. 

Handanovic war noch dran gewesen, konnte den Einschlag aber nicht mehr verhindern, weil die Reaktionszeit zu kurz war.

Auf dem Platz blieb es auch in der Folge spannend, temporeich und feurig. Auch die beiden Trainerbänke versuchten energisch, die Begegnung von außen zu beeinflussen, weshalb der niederländische Schiedsrichter Danny Makkelie früh für Ruhe sorgen musste.

Sevilla und Inter schenkten sich weiterhin nichts. Stattdessen bot dieses großartige Finale emotionalen Fußball pur! Beide Mannschaften agierten auf Augenhöhe, wobei das spanische Spitzenteam spielerisch ein leichtes Übergewicht hatte.

Als Inter dann auch noch den einen Standard zu viel zuließ, wurde das bestraft. Ever Banega schlug einen Freistoß mit viel Schnitt an den zweiten Pfosten, wo de Jong in der Luft stand und die Kugel wunderschön in die lange Ecke einnickte - 2:1 für die Andalusier (33.)!

Der frühere Gladbacher Luuk de Jong (l.) erzielte in Köln zwei Tore für den FC Sevilla.
Der frühere Gladbacher Luuk de Jong (l.) erzielte in Köln zwei Tore für den FC Sevilla.  © Federico Gambarini/dpa

Diego Godin gleicht für Inter Mailand aus, Romelu Lukaku trifft ins eigene Tor, FC Sevilla jubelt

Der entscheidende Treffer: Diego Carlos (weißes Trikot) holt zum Fallrückzieher aus, den Romelu Lukaku (nicht im Bild) entscheidend ins eigene Tor abfälscht.
Der entscheidende Treffer: Diego Carlos (weißes Trikot) holt zum Fallrückzieher aus, den Romelu Lukaku (nicht im Bild) entscheidend ins eigene Tor abfälscht.  © Federico Gambarini/dpa

Doch Inter schlug umgehend zurück. Nach einem erneuten Foul an Lukaku flankte Marcelo Brozovic den Standard aus dem Halbfeld in die Mitte, wo Godin einlief und den Ball am Ende ins Tor köpfte - 2:2 (36.)!

Dabei blieb es nach dieser atemlosen, spektakulären ersten Halbzeit, die auch neutrale Fußballfans bestens unterhalten hatte.

Im zweiten Abschnitt ließen beide Teams ebenfalls nicht nach. Es gab noch einige gute Möglichkeiten auf beiden Seiten. Die beste vergab Lukaku, der aus der eigenen Hälfte startete, sich durchsetzte, frei vor Sevilla-Keeper Bono auftauchte, aber an diesem scheiterte (66.).

Ganz so hohes Tempo gingen beide Mannschaften aber nicht mehr, weil nun jeder Fehler die Entscheidung bedeuten konnte. Den machte Mailand. Nach einem Banega-Freistoß bekamen die Nerazzurri das Leder nicht geklärt, Carlos schoss es per Fallrückzieher in Richtung Gehäuse, Lukaku fälschte entscheidend ab - und Sevilla führte mit 3:2 (74.)!

Nun warf Inter mit letzter Kraft alles nach vorne. Die eingewechselten Victor Moses und Alexis Sanchez scheiterten mit einer Doppelchance an Bono und Jules Kounde, der auf der Linie klärte (82.). Auch der neu gekommene Antonio Candreva brachte die Kugel nicht am Sevilla-Keeper vorbei (90.+1), weshalb die Andalusier am Ende dieses fantastischen Spiels jubeln durften.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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