Dobrindt distanziert sich von Regenbogen-Entscheid und feuert gegen AfD

München - CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt (51) hat sich von der Entscheidung der Europäischen Fußball-Union (UEFA) distanziert, dass das EM-Stadion in München beim Gruppenfinale der Nationalmannschaft gegen Ungarn am Mittwochabend (21 Uhr) nicht in Regenbogenfarben erstrahlen darf.

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt (51) hat sich von der Entscheidung der Europäischen Fußball-Union (UEFA) distanziert.
CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt (51) hat sich von der Entscheidung der Europäischen Fußball-Union (UEFA) distanziert.  © Christoph Soeder/dpa

Er hätte sich den Entscheid gut anders vorstellen können - auch "deswegen, weil ich empört darüber bin, was da wieder für eine Diskussion in Deutschland von Teilen der AfD losgetreten wird", sagte Dobrindt in Berlin vor der letzten regulären Sitzung der Unionsfraktion vor der Sommerpause.

Eine andere Entscheidung der UEFA wäre ebenfalls "ein Signal gegen vollkommen beschämende und unanständige Wortmeldungen von AfD-Vertretern bezüglich der Regenbogenfarben" gewesen, sagte Dobrindt mit Blick auf die geäußerte Kritik aus den Reihen der Rechtspopulisten an der Regenbogen-Kapitänsbinde von Manuel Neuer (35).

Gegen solche Tendenzen müsse klar Flagge gezeigt werden, sagte Dobrindt mit Blick auf die AfD.

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Die UEFA hatte zuvor entschieden, dass das EM-Stadion in München beim Gruppenfinale der Nationalmannschaft gegen Ungarn an diesem Mittwoch nicht in Regenbogenfarben als Zeichen für Toleranz und Gleichstellung erstrahlen darf.

Die UEFA lehnte einen entsprechenden Antrag des Münchner Oberbürgermeisters Dieter Reiter (63, SPD) ab.

Die Münchner Arena wird am Mittwochabend beim Spiel der Nationalmannschaft gegen Ungarn nicht bunt leuchten.
Die Münchner Arena wird am Mittwochabend beim Spiel der Nationalmannschaft gegen Ungarn nicht bunt leuchten.  © Tobias Hase/dpa

Die UEFA sei "aufgrund ihrer Statuten eine politisch und religiös neutrale Organisation. Angesichts des politischen Kontextes dieser speziellen Anfrage - eine Botschaft, die auf eine Entscheidung des ungarischen Parlaments abzielt - muss die UEFA diese Anfrage ablehnen."

Titelfoto: Montage: Christoph Soeder/dpa, Tobias Hase/dpa

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